Meine 12 Regeln für mehr Profit und höhere Conversion mit einem Online-Business

Von: Tim Gelhausen | Zuletzt aktualisiert: 29.09.22

Vielleicht kennst du das Buch „12 Rules for Life“ von Jordan Peterson.

Ein internationaler Bestseller, in dem Peterson 12 Regeln für ein gutes Leben für jedermann aufstellt, nachdem er über 20 Jahre als Psychologe gearbeitet hat.

Nach diesem Vorbild stelle ich dir in diesem Artikel meine 12 Regeln für ein profitables Online-Business mit digitalen Produkten vor. Wenn du diese 12 Regeln beachtest, kannst du gar nicht anders, als mehr von deinen Online-Kursen, Coachings und Dienstleistungen zu verkaufen.

Übrigens: Diesen Blogpost gibt es auch als zweiteiligen Podcast. Diese findest du hier:


INHALTSVERZEICHNIS
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1. Du sollst deine Zielgruppe studieren

Ich hatte mal einen Bekannten, der unbedingt eine neue Selbstständigkeit starten wollte. Steuerberater sollten seine Zielgruppe sein. Die haben ja Geld, meinte er.

„Ich werde Steuerberatern helfen, mehr Kunden zu gewinnen“, fügte er hinzu. Als ich ihn fragte, ob er sich denn mal mit Steuerberatern unterhalten habe, schwenkte er den Kopf von links nach rechts.

„Das ist keine gute Idee“, bremste ich ihn. Ich hatte mich zufälligerweise vor ein paar Wochen mit einem Steuerberater unterhalten, der mir sagte: „Unser größtes Problem ist, dass das Telefon die ganze Zeit klingelt. Unsere Mandanten haben ständig Fragen. Über die Hälfte der Zeit verbringen wir damit, Fragen zu beantworten.“

Ich wusste, dass Steuerberater keine neuen Kunden brauchen. Ganz im Gegenteil. Anfragen haben sie genug – aber Steuerberater haben einen extrem hohen, manuellen Verwaltungsaufwand.

Ein viel besseres Angebot für eine Steuerkanzlei ist etwa die Einrichtung eines digitalen Hilfebereichs für ihre Kunden – oder ein Support-Ticket-System, damit Fragen effizienter beantwortet werden können.

Das erfährst du aber nur, wenn du dich wirklich mit deiner Zielgruppe beschäftigst.

Als Unternehmer bist du Problemlöser – kein Genie. Du wirst deine Produkte viel häufiger verkaufen, wenn du vorher recherchierst, welche Probleme, Wünsche und Herausforderungen deine Zielgruppe hat. Deine Texte und Angebote sollten sich daran orientieren, was deine Zielgruppe dir sagt ihr Problem ist.

Nicht an dem, was du unbedingt verkaufen willst. Das sind 2 unterschiedliche paar Schuhe.

2. Du sollst einen hungrigen Markt haben

Wo wir gerade bei dem Thema Zielgruppe sind: Alles wird einfacher, wenn du eine kaufkräftige und hungrige Zielgruppe bedienst.

Denn du kannst ein grandioses Produkt erstellen und ein echter Experte sein – wenn die Zielgruppe sich dein Produkt nicht leisten kann oder es nicht will, wirst du kaum etwas verkaufen. Ich mein: Wie finanziell erfolgreich wird wohl Bewerbungstraining für Obdachlose? Das ist sicher nobel – aber wenn du davon nicht leben kannst, auch vergebene Mühen.

Entscheide dich also nicht blindlings für eine Nische, nur weil es sich richtig „anfühlt“. Du musst die Zielgruppe in der Nische auf Kaufkraft und -willen überprüfen (hier findest du einen Artikel, wie du deine Nische findest.)

Du möchtest der Bratwurstverkäufer in der Halbzeit-Pause im Fußball-Stadion sein. Also ein Angebot für eine Zielgruppe haben, das sie dir förmlich aus den Händen reißt.

Die perfekte Zielgruppe weißt in der Regel folgende Kriterien auf:

  • Sie ist finanziell stark. Die Zielgruppe muss über die notwendigen, finanziellen Mittel verfügen, sich dein Produkt leisten zu können – ohne groß zu überlegen.
  • Sie hat ein brennendes Problem. Je dringlicher das Problem, das du mit deinem Produkt löst, desto höher die Kaufbereitschaft deiner Zielgruppe. Das Problem sollte deine Kunden jeden Tag im Alltag nerven – wie ein juckender Ausschlag, den sie einfach nicht ignorieren können.
  • Sie ist groß genug. Deine Zielgruppe darf natürlich nicht zu klein sein, da du sonst Schwierigkeiten hast, sie zu erreichen. Tierärzte sind eine grandiose Zielgruppe – Tierärzte für gestrandete Wale eher weniger.

Zu diesem Thema empfehle ich dir meinen Podcast „Die 5 Kriterien für die perfekte Zielgruppe“, den du hier findest:

Zur Episode

Also: Welche Zielgruppe will kaufen, was du anbieten kannst? Alles wird einfacher, wenn du eine Zielgruppe bedienst, die ein dringendes Problem hat und über die finanziellen Mittel verfügt, in dich zu investieren.

3. Du sollst ein unwiderstehliches Angebot haben

Wir sind in einem Verdrängungsmarkt angekommen.

Soll heißen: Es gibt mehr Angebot als Nachfrage. Ich bin sicher, du bist mit deiner Positionierung nicht allein. Du hast mehr Konkurrenz, ich habe mehr Konkurrenz – wir alle haben Mitbewerber.

Die Lösung?

Ein unwiderstehliches und mutiges Angebot, das dich aus der Vergleichbarkeit katapultiert.

Dominos Pizza aus Amerika ist mit einem simplen Versprechen groß geworden: „Fresh, hot pizza delivered in 30 minutes or less.“ Das ist ein einzigartiges Angebot, das sie von der Konkurrenz abhebt.

Ein anderes Beispiel ist einer meiner Kunden – Michael Asshauer von Talentmagnet.io Michael hat mit seiner Agentur für Mitarbeitergewinnung, ein starkes, mutiges Versprechen an seine Kunden gerichtet: „2 Top-Bewerber auf dem Silbertablett in 14 Tagen oder Geld zurück.“

Das ist ein Angebot, zu dem man schlecht „nein“ sagen kann, wenn man eine Stelle dringend neu besetzen muss.

„Nackte Produkte“ sind also nicht mehr aufregend genug. Mit deinem Online-Kurs oder -Coaching lockst du niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Du musst heutzutage die Extrameile gehen, um dir die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu sichern.

Ich möchte, dass meine Zielgruppe sich bei meinen Angeboten denkt: „Das alles für den Preis? Da muss doch ein Haken sein“. Daher investiere ich jedes Mal viel Hirnschmal in das Angebot, wenn ich ein Produkt vermarkte. Ich überlege mir, wie ich mehr liefern kann als meine Konkurrenz. Ich möchte ein „Wow-Gefühl“ bei meiner Zielgruppe auslösen.

4. Du sollst viel Geld verdienen

Als Unternehmer darfst du keine Geldsorgen haben. Denn wenn dir das Geld ausgeht:

  • Musst du dein Unternehmen irgendwann einstampfen
  • Kannst du dich nicht um deine Kunden kümmern
  • Handelst du immer aus einer Position des Mangels.

Wenn du Geldsorgen hast, drehen sich deine Gedanken immer darum, wie du jetzt mehr Geld verdienen kannst, um diese Sorgen loszuwerden. Das ist eine Position des Mangels.

Dann wird Angst und Sorge zu deinem inneren Berater. Du kannst dir vorstellen, dass du so keine langfristig sinnvollen Entscheidungen treffen kannst. Daher haben auch deine Kunden ein großes Interesse daran, dass es dir finanziell gut geht.

Das war ein großer Aha-Moment für mich. Nur, wenn ich mir nicht ständig Gedanken darum machen muss, wie ich nächsten Monat meine Miete zahle, kann ich die Extrameile für meine Kunden gehen.

Ich habe etwa schon mehrfach ein Kundenpaket an die Teilnehmer meines Copywriting-Kurses versendet. In dem Paket, das für die Teilnehmer gratis ist, sind einige Aufmerksamkeiten enthalten, die mich pro Teilnehmer fast einen dreistelligen Betrag kosten. Das summiert sich insgesamt schnell zu einer saftigen, fünfstelligen Summe.

Dieses Paket ist ein Kundenservice, den ich mir nur leisten konnte, weil ich mich darauf konzentriere, dass meine Produkte hohe Margen und Gewinne abwerfen. Es wäre mir unmöglich, die Extrameile für meine Kunden zu gehen, wenn ich aus einer Position des Mangels heraus agiere.

Es klingt nicht nobel, aber du musst dich lange Zeit intensiv darauf konzentrieren, viel Geld mit deinem Business zu verdienen. Geld löst sehr viele Probleme – ob es dich glücklich macht, das ist eine andere Frage. Aber dass du es für ein gesundes Unternehmen brauchst, das ist indiskutabel.

Kein Unternehmen dieser Welt kann ohne Geld bestehen. Die meisten Unternehmen scheitern, weil ihnen das Geld ausgeht. Daher stelle ich mir regelmäßig Fragen, wie diese:

  • Was kann ich heute tun, um mehr von meinen Produkten zu verkaufen?
  • Wie kann ich meine Kosten reduzieren?
  • Wie kann ich mehr an jedem Kunden verdienen?
  • Wie kann ich meine Preise erhöhen?
  • Was wollen meine Kunden sonst noch von mir kaufen?

5. Du sollst oft Angebote machen

Dieser Punkt ist mit dem vorherigen eng verbunden.

Je mehr Angebote du machst, desto mehr Geld fließt zu dir. Das ist eine uralte Weisheit des Direktmarketings: More offers = More money.

„Angebote“ heißt einerseits: Wie viele neue Produkte hast du deiner Zielgruppe im letzten Jahr angeboten?

Andererseits heißt es auch: Wie oft hast du deine Zielgruppe aktiv zum Kaufen deiner Produkte aufgerufen?

Je öfter du deiner Zielgruppe die Möglichkeit zum Kaufen gibst, desto häufiger werden sie auch kaufen. Das ist reine Statistik. Leider erlebe ich im Austausch mit meiner Zielgruppe oft, dass sie zögern, andere zum Kaufen aufzurufen – aus Angst, man könne als aufdringlich abgestempelt werden.

Falls es dir so ähnlich ergeht, lass mich dir einen Blick in meine Gedankenwelt und mein Kaufverhalten geben: Ich bin jemand, der sehr gerne Produkte kauft. Allerlei Fortbildungen. Seien es Bücher, Online-Kurse, Coachings oder Seminare. Wenn ich das erste Mal auf eine Person aufmerksam werde, von der ich glaube etwas lernen zu können, will ich sofort wissen, was ich von ihr kaufen kann.

Ich möchte mir Zeit ersparen. Ich will etwas von dieser Person kaufen, um mein Problem schneller zu lösen. Ich kann es absolut nicht ausstehen, wenn Produktanbieter zu schüchtern sind, um über ihre Angebote zu sprechen.

Und lass mich dir versichern: Ich bin nicht der Einzige, der so denkt. Die besten Kunden wollen schnell etwas bei dir kaufen. Wenn du nicht regelmäßig auf deine Angebote aktiv hinweist – in deinen Anzeigen, in E-Mails oder auf Social-Media –, dann musst du dich nicht wundern, dass kaum jemand kauft.

Lass mich dir noch etwas versichern: Dein Produkt auf deiner Homepage zu verlinken, das wird dir kaum etwas bringen. Da stolpert alle Jubeljahre mal jemand drüber – aber damit wirst du keinen nennenswerten Umsatz machen.

Du bist doch überzeugt von deinem Produkt, oder? Also steh’ selbstbewusst dahinter. Erwähne es häufig. Schicke deine Zielgruppe auf deine Verkaufsseite. Launche ein neues Produkt. Mach ordentlich Wirbel.

Mach deiner Zielgruppe mehr Angebot und du wirst sehen, wie dein Bankkonto in die Höhe wächst.

6. Du sollst Content erstellen

In meinem Wohnzimmer steht diese Schildkröte aus Stein. Sehr prominent und für alle einsehbar.

Schildkröte steht für Kontinuität

Warum?

Nun, die Schildkröte verkörpert für mich perfekt das Prinzip der Langfristigkeit und Kontinuität. Schildkröten sind nicht die schnellsten, werden aber steinalt. Und genau das soll mein Business auch werden.

Ich möchte mich nicht in die Reihe der Möchtegern-Coaches einreihen, die für kurze Zeit alle Werbeplattformen mit ihrem Gesicht zukleistern, nur um dann ein paar Monate später vollkommen von der Bildfläche zu verschwinden, weil ihnen die Kunden und das Geld ausgeht.

Ich setze auf eine langfristige Strategie mit Substanz, um Kunden zu gewinnen und eine echte Brand aufzubauen. Das mache ich durch Content-Marketing. Durch Content wirst du vielleicht nicht schnell sichtbar, aber dafür langfristig – und genau das strebe ich an.

Mein Blog, auf dem du gerade diesen Artikel liest, ist Content. Mein Podcast ist Content. Mein Newsletter ist Content. Ich liebe Content-Marketing, weil es eine Investition in die Langlebigkeit meines Unternehmens ist. Über Content werden laufend neue Personen auf dich aufmerksam – und wenn ihnen dein Content gefällt, werden diese Personen zu Kunden.

Ich bin überzeugt: Heutzutage kann dein Online-Business ohne aktiven Content-Kanal nicht überleben. Die Kosten für Werbung steigen und steigen. Du bleibst am Markt nur dann langfristig bestehen, wenn du einen YouTube-Kanal, einen Podcast, einen Blog oder sonstige Content-Kanäle aufbaust.

Deshalb nehme ich seit 2019 beständig 2 Podcast-Episoden pro Woche auf. Die ersten 100 Episoden waren mühselig, weil ich noch keinen Effekt davon sah. Aber beim Content-Marketing ist es wie mit einem Schneeball, der den Berg hinabrollt: Es dauert eine Weile, aber nach einiger Zeit wächst der einst kleine Schneeball zu einer gigantischen Kugel heran.

Jeder sollte einen Content-Kanal aufbauen, der langfristig Sichtbarkeit und Reichweite generiert.

7. Du sollst eine E-Mail-Liste aufbauen

In den Anfangszeiten meiner Selbstständigkeit habe ich eine Menge Podcasts gehört. Darunter auch viele Interviews mit erfolgreichen Online-Kurs-Erstellern und Coaches. Ein Satz fiel dabei immer und immer wieder:

„I wish I started building my e-mail-list sooner!“

(Ich wünschte, ich hätte früher angefangen, meine E-Mail-Liste aufzubauen).

Und meine Güte, was kann ich das aus heutiger Sicht unterstreichen. Jeder, wirklich ausnahmslos jeder sollte schnell anfangen und sich darauf konzentrieren, eine aktive E-Mail-Liste aufzubauen.

Es gibt keinen sicheren, beständigeren Weg zu (finanziellem) Erfolg mit deinem Business als eine aktive E-Mail-Liste. Deine E-Mail-Liste ist deine unternehmerische Lebensversicherung. Sie ist dein Sprachrohr zu deiner Zielgruppe. Sie ist ein gigantischer Umsatzhebel.

Du hast ein neues Produkt erstellt und brauchst zahlende Kunden? Schreibe ein paar E-Mails an deine Liste.

Du willst ein Seminar halten und musst Tickets verkaufen? Schreibe ein paar E-Mails an deine Liste.

Du hast eine unerwartete, dicke Rechnung bekommen? Schreibe ein paar E-Mails und verkaufe etwas an deine Liste.

Je größer und aktiver deine E-Mail-Liste, desto mehr Umsatz machst du mit deinen Produkten. Das Schöne dabei ist, dass du keinen Mehraufwand hast. Es ist egal, ob du eine E-Mail an 100 oder 100.000 Personen sendest: Du hast immer dieselbe Arbeit. Es heißt nicht umsonst „das Geld liegt in der Liste.“

Daher handle ich nach einem festen Motto in meinem Unternehmen, das da lautet: Alle Wege führen in die E-Mail-Liste.

All mein Marketing – jeder Podcast, jeder Blogartikel, jeder Post – all das hat nur ein Ziel: Dass sich mehr Menschen auf meine E-Mail-Liste eintragen. Denn je größer und aktiver meine Liste, desto einfacher ist es für mich, meine Produkte zu verkaufen.

Weiterhin kann dir deine E-Mail-Liste niemand wegnehmen. Wie oft habe ich schon Horror-Stories von Kollegen gehört, deren Instagram- oder Facebook-Account gesperrt wurde – und plötzlich stehen sie da. Sie haben all ihre Follower und ihre Reichweite verloren. Jahrelange Arbeit ist dahin, weil eine Plattform spontan entschieden hat, dir den Account zu entziehen.

Baue dein Haus niemals auf gemieteten Land. Nutze die sozialen Medien, um Reichweite aufzubauen – aber überführe diese Reichweite schleunigst in deinen Newsletter. Denn deine E-Mail-Liste gehört dir. Die kann dir niemand wegnehmen.

8. Du sollst Produkte erstellen, die andere kaufen wollen

Ich kann mich gut an einen bitteren Erfahrungsbericht eines amerikanischen Online-Kurs-Erstellers erinnern, der nach vielen Monaten Arbeit einen neuen Online-Kurs auf den Markt bringen wollte.

Er sagt, er habe an Nichts anderem gearbeitet. Es gab ein großes Webinar, um den Kurs zu launchen. Er hatte aus allen Marketing-Kanonen gefeuert, damit der Kurs ein Verkaufsschlager wird. Einige Wochen, nachdem der Kurs erhältlich war, zog der Ersteller sein trauriges Fazit:

„Noch nie hat sich ein Produkt von mir so schlecht verkauft. Es war ein gigantisches Minusgeschäft. Ich weiß jetzt auch, warum: Ich wollte den Kurs unbedingt verkaufen – und habe dabei nicht darauf geachtet, ob meine Zielgruppe ihn kaufen möchte.“

Genau darauf möchte ich hinaus: Was du verkaufen und was deine Zielgruppe kaufen möchte, das sind 2 unterschiedliche paar Schuhe.

In dem Beispiel ging es um einen amerikanischen Copywriter, der seine Copywriting-Kurse immer erfolgreich verkaufte. Das war es, was die Zielgruppe von ihm haben wollte. In seinem neuen Kurs ging es darum, wie du deine Bestimmung im Beruf findest. Das war für den Kurs-Ersteller selbst ein wichtiges Thema – aber als er es seiner Zielgruppe präsentierte, blieb der große Erfolg bitterlich aus.

Das wollte seine Zielgruppe nicht kaufen.

Wann immer ich neue Produkte erstelle, frage ich mich also nicht, was ich verkaufen möchte, sondern was meine Zielgruppe kaufen möchte. Ich gehe nicht von mir oder dem Thema aus, sondern von den Interessen meiner Leser.

Ein weiteres, gutes Beispiel dafür ist das Buch „Wie du jeden Mann verrückt nach dir machst“ von Marie Forleo (im Original: „How to make every man want you“). Der Titel verkauft der Zielgruppe genau das, was sie haben will: Dass jeder Mann verrückt nach dir wird.

In dem Buch selbst geht es allerdings viel um Selbstliebe. Die Hauptaussage des Buches könntest du so zusammenfassen: „Wenn du dich selbst liebst, tun es auch andere.“

Aber siehst du den Unterschied? Was glaubst du, wie gut sich das Buch verkauft hätte, hieße es „Wie du dich selbst liebst“? Bei Weitem nicht so gut, wie mit dem aktuellen Titel.

Warum?

Der aktuelle Titel verspricht, was die Zielgruppe haben will.

Denke immer daran: Nur, weil du etwas verkaufen willst, heißt das noch lange nicht, dass deine Zielgruppe es kaufen wird. Orientiere dich bei der Produkterstellung an den Bedürfnissen deiner Kunden – nicht an deinen Wünschen.

9. Du sollst grandiose Produkte erstellen

Empfehlungen sind die stärkste Form des Marketings. Dein Online-Business geht dann so richtig durch die Decke, wenn dein Name in Facebook-Gruppen fällt, in denen du nicht aktiv bist. Mund-zu-Mund-Propaganda ist der heilige Gral der Neukundengewinnung.

Da gibt es nur einen „Haken“: Die kannst du dir nicht erkaufen.

Es gibt keinen magischen Trick, um weiterempfohlen zu werden. Du wirst nur dann organisch empfohlen, wenn du über lange Zeit geniale Produkte erstellst und deinen Kunden echte Ergebnisse lieferst.

Du wirst nur dann empfohlen, wenn deine (potenziellen) Kunden merken, dass dir ihr Erfolg wirklich am Herzen liegt. Das funktioniert nicht, wenn du ein 200€-Produkt einmal erstellst, verkaufst und dann nie wieder erneuerst.

Das ist einer der Gründe, warum ich mich seit vielen Jahren auf wenige Produkte konzentriere. Ich will Produkte erstellen, die meinen Kunden wirklich weiterhelfen. Denn ich weiß genau: Wenn ich meine Kunden erfolgreich mache, machen sie mich auch erfolgreich.

Heutzutage reicht es nicht mehr, einfach nur ein Produkt auf den Markt zu schmeißen. Du musst deine Kunden betreuen, ihnen Wow-Erlebnisse liefern und so gut sein, dass man dich einfach weiterempfehlen muss.

10. Du sollst jeden Tag sichtbarer werden

Die Zeit am Morgen ist mir heilig.

Morgens erstelle ich immer Content, der mich sichtbarer macht. Mein Morgen steht ganz unter dem Begriff „erstellen“. Ich schreibe diese Worte etwa um 08:17 Uhr morgens, weil ich den Tag immer mit einer Aufgabe beginnen möchte, die mich auf Dauer sichtbarer macht.

Denn eines ist ja klar: Wenn dich niemand kennt, kann niemand von dir kaufen.

Dein Produkt kann absolut perfekt sein: Wenn niemand auf deiner Verkaufsseite ist, weil dich kaum jemand kennt, wird es sich auch nicht verkaufen.

Daher beginne ich meinen Tag immer mit Aufgaben, wie diesen:

  • Blogartikel schreiben
  • Podcast-Skripte erstellen
  • Videos aufnehmen.

Ich mache zwar kein Social-Media, aber wenn, dann würde ich auch am Morgen meine Beiträge für die Plattformen vorbereiten. Wenn du nichts für deine Sichtbarkeit tust, darfst du dich auch nicht beschweren, wenn nachher niemand etwas bei dir kauft.

11. Du sollst niemals vergessen, was dich erfolgreich gemacht hat

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich habe permanent den Drang, neue Ideen in die Tat umzusetzen. Und dabei laufe ich Gefahr, genau das aus den Augen zu verlieren, worauf ich mich eigentlich konzentrieren sollte – was mich ursprünglich erfolgreich gemacht hat.

Das passiert vor allem, wenn du ein gewisses Maß an (finanziellem) Erfolg erreicht hast. Dann verfällt man in eine Art trügerische Sicherheit, weil es die letzte Zeit ja „gut lief“. Diese trügerische Sicherheit ist eine Einladung zum Faulenzen und Experimentieren. Eine Einladung, das Wesentliche aus dem Blick zu verlieren: Kunden zu gewinnen.

Ich konzentriere mich daher darauf, meine Kundengewinnungsmaßnahmen immer aufrecht zu erhalten – besonders dann, wenn es gut läuft. Jeden Tag stelle ich mir die Frage, was ich heute tun kann, um mehr Kunden zu gewinnen. Denn wenn ich das aus dem Auge verliere, geht meinem Unternehmen irgendwann die Luft zum Atmen aus: Geld.

Bodo Schäfer nennt das in seinem Buch „Die Gesetze der Gewinner“ einkommensproduzierende Tätigkeiten – kurz: EPA. Das sind die Aufgaben, die am Ende des Tages für mehr Umsatz sorgen. Und die sollst du priorisieren.

Angenommen, du gewinnst deine Kunden über Beratungstermine. Dann sind Aktivitäten, die dir mehr Beratungstermine verschaffen, einkommensproduzierend.

Bei mir ist das alles, was meine E-Mail-Liste wachsen lässt. Etwa Blogposts wie diese hier zu schreiben. Blogposts sorgen dafür, dass mehr Menschen auf mich aufmerksam werden und schlussendlich in meine E-Mail-Liste gelangen. Denn ich weiß: Je größer meine E-Mail-Liste, desto mehr verkaufe ich.

Was sind bei dir die Aufgaben, die für den Umsatz sorgen? Was hat dich erfolgreich gemacht? Mach mehr davon!

12. Du sollst starke Copy schreiben, die zum Kaufen animiert

Ich bin felsenfest überzeugt, dass dich nur bessere Verkaufstexte von dem (nächsten) Durchbruch trennen. Im Austausch mit meinen Lesern merke ich, dass es dort draußen so viele grandiose Experten gibt, die mit ihrem wertvollen Wissen Leben verändern können.

Experten, die aber leider nicht die finanzielle Anerkennung erhalten, die sie verdienen – weil es ihnen schwer fällt, den Wert ihrer exzellenten Produkte auf den Punkt zu bringen. Gerade im geschriebenen Wort.

Wenn du online mehr von deinen Kursen, Beratungen, Coachings oder Seminaren verkaufen willst, kommst du um starke Verkaufstexte nicht herum. Es sind die Worte auf deinen Landing Pages, in deinen E-Mails oder deinen Anzeigen, die Kaufinteresse erzeugen oder unterdrücken.

So schreiben zu können, dass andere kaufen wollen, ist eine goldene Fähigkeit, die jeder Unternehmer und Selbstständige beherrschen muss. Je besser deine Texte, desto mehr verkaufst du auch. Wenn du diese Fähigkeit, Copywriting, lernen oder ausbauen möchtest, kann ich dir meinen Copywriting-Podcast ans Herz legen. Dort findest du hunderte Episoden, in denen es genau darum geht: Wie kannst du Kaufinteresse im geschriebenen Wort auslösen?

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Tim Gelhausen

Über den Autor

Hi, ich bin Tim – Host des Conversion Copywriting Podcast und Gewinner des 2-Comma-Club-Awards.

Als Copywriter helfe ich dir durch fesselnde Werbetexte und authentisches Marketing, Kunden für deine Online-Kurse und Coachings zu gewinnen.

Ich bin der Typ, zu dem andere kommen, wenn sich ihre Produkte nicht gut genug verkaufen.

Meine Achillesferse? Ben & Jerry's. Davon komme ich einfach nicht weg.

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