4 magnetisierende Formate für Newsletter-Emails, die deine Leser begeistern

Weißt du oftmals nicht, worüber du in deinen E-Mails an deinen Newsletter schreiben sollst?

Fällt es dir schwer, Themen für deinen Newsletter zu finden?

Dann bist du hier richtig. Das erwartet dich in diesem Artikel:

  • 5 einfache Denkanstöße für interessante E-Mails, die deine Leser lieben
  • Wie du immer wieder neue Themen für deinen Newsletter (und deinen Blog, Podcast, Instagram- oder YouTube-Channel) findest
  • Warum deine E-Mails nicht immer „Mehrwert“ enthalten müssen

Falls du einen aktiven Newsletter betreiben willst, sodass deine Leser gerne und oft von dir kaufen, wirst du diesen Artikel lieben. Let’s go.

Der Mythos vom „Mehrwert“

Normalerweise würde ich mit der ersten Vorlage starten. Aber bevor wir dazu kommen, muss ich über das Märchen vom „Mehrwert“ sprechen.

Du hast sicher schon mal gehört, dass du deiner Liste „Mehrwert“ liefern sollst. Mehrwert heißt für uns Coaches und Online-Kurs-Ersteller meist Tipps und Tricks.

Aber tatsächlich tust du deiner Liste keinen Gefallen, wenn du ständig Tipps, Tricks und lehrreiche Informationen sendest.

Warum?

Wir alle sind von Informationen umzingelt. Sie sind nur eine Suche auf Google entfernt. Unser Newsfeed ist voller Informationen und hilfreichen Tipps.

Wenn du nun jedes Mal hilfreichen Mehrwert an deine Liste sendest, verstärkst du den „Information Overload“ nur noch. Das Postfach deiner Leser ist viel mehr ein Rückzugsort geworden.

Menschen lesen ihre E-Mails, um sich kurz abzulenken – nicht, um sich aktiv fortzubilden.

Ich sage das so selbstbewusst, weil ich seit Ewigkeiten jeden 2. Tag eine E-Mail an meinen Newsletter schreibe. Und kann dir versichern: Die besten Reaktionen wirst du auf unterhaltsame, persönliche E-Mails erhalten. Nicht auf E-Mails, die „Mehrwert“ liefern.

Ich lade dich also ein, das Wort Mehrwert neu zu definieren. Jemandem Mehrwert zu liefern heißt nicht, ihn mit Informationen zu überladen.

Wenn jemand deine E-Mail liest und schmunzeln muss, ist das Mehrwert.
Wenn jemand motiviert wird, ist das Mehrwert.
Wenn jemand eine neue Perspektive annimmt, ist das Mehrwert.

Löse dich also von dem Gedanken, deinen Lesern jedes Mal die neuesten Tipps oder Hacks liefern zu müssen. Mehrwert hat viele Facetten. Hilfreiche Informationen ist nur eine davon.

Kommen wir nun zu den Vorlagen.

1. Der „Hinter den Kulissen“ Newsletter

Ich dachte immer, dass sich niemand dafür interessiert, wie mein Leben aussieht. Aber ich wurde eines Besseren belehrt.

Menschen interessieren sich dafür, was hinter den Kulissen bei dir abläuft. Beruflich und privat.

  • Ziehst du gerade um?
  • Arbeitest du gerade an einem neuen Online-Kurs?
  • Hast du eine neue Morgenroutine?

All das sind Dinge, die deine Leser interessieren.

Ich schreibe regelmäßig darüber, wenn ich beispielsweise an meiner Conversion Copywriting Academy arbeite. Oder wie mein Podcast läuft.

Bei mir geht es zwar hauptsächlich um die Themen Online-Marketing und Copywriting, aber meine Zielgruppe sind Online-Kurs-Ersteller und Selbständige.

Und genau das interessiert meine Zielgruppe: wie mein Leben als selbständiger Online-Kurs-Ersteller aussieht.

Als ich darüber schrieb, wie ich mit Hasskommentaren unter Werbeanzeigen von mir umging, erhielt ich viele positive Rückmeldungen von meiner Liste.

Warum? Weil ich über private Gedanken gesprochen habe. Das interessiert deinen Newsletter.

Darüber hinaus baut es eine persönliche Bindung zu deinen Lesern auf.

Schreibe also diese Woche eine E-Mail an deine Liste, in der du einen Blick hinter die Kulissen gewährst.

Woran arbeitest du gerade?

Was geht dir gerade durch den Kopf?

Was beschäftigt dich?

2. Die „Augenroller“ E-Mail

Was nervt dich in deiner Branche? Was lässt dich mit den Augen rollen?

Verschaffe deinem Ärger Luft. Eine E-Mail zu lesen, in der du dich über etwas aufregst, ist sehr unterhaltsam. Und Unterhaltung ist eine der höchsten Formen von Mehrwert.

Natürlich darfst du nicht zu negativ sein. Es sollte nicht den Anschein machen, als ob du nur meckerst.

Aber eine gesunde Portion Sarkasmus wirkt nicht nur sympathisch, sondern stärkt auch die Bindung zu dir.

Mich nervt zum Beispiel, dass mich regelmäßig 19-jährige Coaches in Anzügen auf Instagram per Sprachnachricht kontaktieren, um sich zu „connecten“.

“Hey, ich habe gesehen, dass du auch Person X folgst. Super cool. Was machst du derzeit? Lass uns doch mal connecten.“

Nein, danke.

Ich weiß, worauf das hinausläuft.

In meiner E-Mail habe ich mich darüber ausgelassen, dass scheinbar alle mit dem Gedanken des schnellen Reichtums infiziert sind.

Statt sich langfristig ein Online-Business aufzubauen und ihrer Zielgruppe Mehrwert zu liefern, kontaktieren sie einfach viele Personen. In der Hoffnung, so entstehen Verkaufsgespräche.

Gähn.

Offenbar dachten das auch viele meiner Newsletter-Leser, denn auf diese E-Mail habe ich etliche Antworten erhalten.

Also: Was geht dir auf den Keks? Schreib darüber. Deine Liste wird es lieben.

3. Greife den Status Quo deiner Zielgruppe an

Ich mag diese E-Mail, weil sie deinen Status als Experten festigt.

Was macht deine Zielgruppe für gewöhnlich, um ihr Ziel zu erreichen? Was ist der aktuelle Status Quo?

Und warum funktioniert das nicht? Welche Alternative kannst du anbieten, die besser ist?

Nimm diesen Artikel als Beispiel. Mit diesem Blog greife ich den „Newsletter Status Quo“ an.

Für gewöhnlich erzählt man dir, dass du deinen Lesern regelmäßig Tipps und Tricks zusenden musst. Aber das überfordert deine Leser. Menschen öffnen nicht ihr E-Mail-Postfach, um sich weiterzubilden. Sie suchen dort Ablenkung und Unterhaltung.

Wenn du deiner Zielgruppe eine neue Perspektive und eine einfachere Lösung aufzeigst, ist das die höchste Form von Mehrwert.

Ganz nebenbei erkennen sie auch, dass du ein Experte in deinem Feld bist.

Welche Fehler begeht deine Zielgruppe also? Warum funktioniert nicht, was allgemein gepredigt wird?

Schreibe darüber eine Newsletter-E-Mail und du wirst sehen, dass mehr Menschen Interesse an deinem Angebot haben werden.

4. Die E-Mail über ein (schmerzhaftes) Learning

Was hast du auf die harte Tour lernen müssen?

Gibt es ein Learning, das du unter Schmerzen gewonnen hast? Kannst du deine Leser vor einem Fehler bewahren?

Diese E-Mail werden deine Abonnenten aus 2 Gründen lieben:

Menschen mögen persönliche Geschichten. Erzähle die Geschichte, wie es zu dem schmerzhaften Learning gekommen ist.

In einer E-Mail an meinen Newsletter zum Thema abnehmen habe ich beispielsweise berichtet, dass man nicht dauerhaft auf Kohlenhydrate verzichten kann.

Ich hatte so lange auf sie verzichtet, dass es sich an einem Abend alles entladen hatte. Wochen des Verzichts wurden an einem Tag nachgeholt.

Alles, was nicht bei 3 auf dem Baum war, landete in meinem Mund. Ich aß so viel, dass ich mich kaum noch bewegen konnte. Der schlimmste Essanfall meines Lebens.

Die Quittung hatte ich am Tag darauf auf der Waage: +3 Kilo.

Ouch.

So habe ich schmerzhaft gelernt, dass man sich beim Abnehmen nichts verbieten sollte. Früher oder später wird der Heißhunger zu groß.

Was hast du schmerzhaft erfahren müssen? Teile es mit deiner Liste.

5. Die „Frage und Antwort“ E-Mail (Bonus)

Diese E-Mail ist so simpel und doch so effektiv, dass ich sie als Bonus erwähne.

Je länger du im Online-Business aktiv bist, desto mehr Fragen erreichen dich.

Das ist der perfekte Stoff für deinen Newsletter.

Wann immer mir Fragen gestellt werden, sammle ich sie in einem Dokument. Wenn mich die Lust überkommt, picke ich mir 3-5 Fragen heraus und beantworte sie in meinem Newsletter.

Das ist einfach zu schreiben und hilfreich für alle Leser. Eine Win-Win-Situation.

Nebenbei nehmen deine Leser deine Expertise wahr. Wer keine Ahnung von seinem Thema hat, kann auch keine Fragen beantworten.

Diese Art von E-Mail eignet sich auch als festes Format; vor allem für für alle Experten, Coaches und Berater. Beispielsweise einmal die Woche – oder einmal alle 2 Wochen.

Newsletter E-Mails zu schreiben ist gar nicht schwer

Manchmal starrt man lange auf einen weißen Bildschirm, weil man nicht weiß, worüber man schreiben soll.

Aber E-Mails an seine Newsletter-Liste zu schreiben ist nicht schwer, wenn man sich die richtigen Fragen stellt.

Befreie dich von dem Gedanken, in jeder E-Mail hilfreiche Informationen senden zu müssen. Das setzt dich unter Druck und hilft deinen Lesern nicht weiter.

Das E-Mail-Postfach ist ein Zufluchtsort. Dort suchen wir Ablenkung, spannende Geschichten und Inspiration. Es ist kein Ort, wo wir uns aktiv fortbilden.

Schreibe persönliche E-Mails. Erzähle aus deinem Leben. Du wirst sehen, dass du mehr positive Rückmeldungen von deinen Lesern bekommst.