So schreibst du mit der AIDA-Formel Texte, die wirklich gelesen werden (ohne langjährige Erfahrung als Copywriter)

Von: Tim Gelhausen | Zuletzt aktualisiert: 08.09.22

Sitzt du oft vor einem leeren Blatt und weißt nicht, wie du mit deinen Werbetexten beginnen sollst?

Genau hier kann die AIDA-Formel helfen. Die AIDA-Formel ermöglicht dir in kurzer Zeit Texte zu schreiben, die Interesse in deiner Zielgruppe wecken.

Ich zeige dir einfach verständliche AIDA Formel Beispiele und gebe dir einen Tipp, wie du die Handlungsaufforderung sogar noch verstärkst.

Falls du den Artikel lieber als Podcast oder Video konsumieren möchtest, kannst du dir mein Video-Podcast dazu anschauen:


INHALTSVERZEICHNIS
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AIDA-Formel Definition – was hat es mit den Buchstaben auf sich?

Diese Formel hilft dir, deine Werbebotschaft durch psychologische Trigger optimal zu strukturieren und Kaufinteresse auszulösen.

AIDA steht für:

Attention: Aufmerksamkeit erzeugen

Interest: Interesse wecken

Desire: Verlangen verursachen

Action: Handlung auslösen

In dieser enorm wichtigen Reihenfolge schreibst du effektive Werbetexte, die dein Angebot auch verkaufen. 

A – Attention, Aufmerksamkeit erzeugen: Wow, was ist das denn?

Zuallererst musst du Aufmerksamkeit erhaschen, um etwas zu verkaufen. Hier gilt „stop the scroll“, damit deine Zielgruppe sofort innehält und einen „Wow-Moment“ hat. Das gelingt dir visuell durch auffallende Bilder und/oder mit fesselnden Überschriften deiner Copys, Headlines deiner Blogartikel oder dem Betreff deines Newsletters. 

Fasse dich hier kurz, benenne das Thema mit einfachen Worten und sorge für Spannung. Von dieser Stelle ist abhängig, ob dein weiterer Text gelesen wird. Hast du die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe, verführst du sie nun mit einer starken Überleitung zum eigentlichen Text. 

Sehen wir uns alles am AIDA Formel Beispiel eines Kosmetikstudios an. Meine Aufmerksamkeit wurde durch ein lächelndes Gesicht auf einem Plakat und die Überschrift des Textes geweckt. 

I – Interest, Interesse wecken: Das klingt interessant für mich!

Nachdem du die Aufmerksamkeit hast, muss sich deine Zielgruppe denken: „Das klingt interessant FÜR MICH. Das muss ich mir mal ansehen“. Das erreichst du, indem du beispielsweise eine für deine Zielgruppe relevante Frage oder einen interessanten Fakt in den Raum stellst. 

Auf dem Plakat des Kosmetikstudios wurde diese Frage gestellt: „Wussten Sie, dass Zucker Falten macht?“ 

Das Angebot dahinter war eine feuchtigkeitsspendende Creme. Bei der Zielgruppe handelte es sich um Frauen im besten Alter. Daher war auch eine Frau auf dem Plakat abgebildet. 

Für alle Frauen, die keine Falten möchten, klingt genau diese Aussage interessant. Es wurde ein Schmerzpunkt angesprochen. „Oh, ich esse auch Zucker und bin im besten Alter. Falten möchte ich aber keine bekommen, oder sie wieder loswerden“. 

Darin steckt gleichzeitig die Hoffnung für eine Lösung. „Was kann ich dagegen tun?“

Du könntest die Aussage auch umformulieren und einen Fakt nennen: „Laut einer Studie begünstigt Zucker die Faltenbildung um … %“

Weder Aufmerksamkeit noch Interesse würde eine langweilige Aussage wecken wie: „Unsere neue Faltencreme“. So überspringst du alle wichtigen Schritte und bietest gleich das Produkt. 

Wie werden Aufmerksamkeit erregen und Interesse wecken voneinander abgegrenzt?

Ist beides nicht dasselbe? Nein! Hier gibt es den großen, aber vermutlich nicht sofort sichtbaren Unterschied. Aufmerksamkeit erregen bedeutet in der AIDA-Formel zwar: „Das klingt interessant“. Interesse wecken ist aber noch intensiver und bedeutet: „Das klingt interessant FÜR MICH“.

Das „Für mich“ findest du heraus, indem du deine Zielgruppe genau kennst. Damit kannst du sie direkt ansprechen und dir die AIDA-Formel besonders zu Nutze machen.

D – Desire, Verlangen auslösen: Das muss ich haben!

In diesem Teil baust du Verlangen nach deinem Produkt auf. Deine Zielgruppe soll sich denken: „Oh, das will ich haben!“. Im Hauptteil deines Werbetextes zeigst du deinen Interessenten die Vorteile deines Produktes und machst es mit den richtigen Worten unverzichtbar. Du gehst darauf ein, welche Schmerzpunkte beseitigt werden und wie das positive Ergebnis aussieht.

Im Beispiel des Kosmetikstudios könnte es nach dem Satz „Wussten Sie, dass Zucker Falten macht?“, so auf dem Plakat weitergehen:

„Mit unserem exklusiven Anti-Aging-Öl verschwinden Falten schon nach 3 Wochen sichtbar. Es spendet viel Feuchtigkeit, sodass Sie sich schnell über ein reines und glattes Hautbild freuen können.“

Da die richtige Zielgruppe unter Falten leidet, möchte sie dieses Problem lösen und hat nun Verlangen nach der Lösung. Sie wollen glatte Haut und jünger aussehen. 

A – Action, Handlungsaufforderung aussprechen: Wie bekomme ich das Produkt?

Jetzt ist deine Zielgruppe an der Position, an der du eine Handlungsaufforderung aussprechen kannst. Erst hier sagst du ihnen, wo sie dein Produkt kaufen können und NICHT früher! Weil diese Reihenfolge nicht akribisch eingehalten wird, scheitern sehr viele Werbeanzeigen auf Facebook. 

Sie erzeugen keine Aufmerksamkeit, kein Interesse und wecken kein Verlangen. Sie sagen direkt: „Hier ist mein Angebot und das kannst du kaufen“. Eine Handlungsaufforderung allein ist aber völlig nutzlos. 

Erst an letzter Stelle beantwortest du deinen Interessenten die Frage, was sie nun tun sollen. Auf dem Plakat des Kosmetikstudios könnte nun stehen:

„Kommen Sie in den Laden und sprechen unsere Mitarbeiter einfach an“.

So kannst du die Handlungsaufforderung sogar verstärken

Um noch mehr Menschen zum Kauf zu bewegen, kannst du die künstliche Verknappung anwenden oder einen Rabatt angeben. 

„Nur noch diese Woche: Kaufe 2, zahle 1“ oder
„Heute 20 % günstiger“.

AIDA Formel Beispiel aus der Online-Welt: So könnte Calendly die AIDA-Formel umsetzen

Über das Online-Tool Calendly können sich Interessenten bei dir Termine buchen. Das spart dir und anderen eine aufwändige Absprache. Du gibst deine möglichen Termine einfach frei und versendest den Link zum Kalender, in den sich Kunden und Interessenten selbst eintragen können.

Was ich hier erwähne, sind lediglich AIDA Formel Beispiele, die ich mir für diesen Text aus den Fingern ziehe. So könnte Calendly in einer Facebook-Anzeige, in einer E-Mail oder auf einer Landingpage die AIDA-Formel umsetzen:

A – Aufmerksamkeit gewinnen

„Vereinbaren Sie Meetings in wenigen Sekunden ohne E-Mail-Ping-Pong“

Hervorgehoben durch Farben, Kontraste und Grafiken kann Calendly hier kurz und knapp ein Problem ansprechen und der Wunschzustand versprechen. Die Aufmerksamkeit der Zielgruppe wird dadurch erzeugt.

I – Interesse wecken

„Wir brauchen durchschnittlich 17 Minuten, um einen Termin zu vereinbaren. Sie schlagen einen Termin vor. Die andere Person kann nicht und schlägt eine neue Zeit vor. Und so beginnt das ewige E-Mail-Ping-Pong und viel Zeit vergeht“.

Von diesem Problem betroffene Personen fühlen sich direkt angesprochen. Es klingt interessant FÜR SIE und sie werden zum Weiterlesen angeregt. 

D – Verlangen auslösen

„Mit Calendly vereinbaren Sie Meetings mit wenigen Klicks. Nie wieder sinnlose E-Mails hin und her senden und kostbare Zeit sparen für wirklich wichtige Dinge“.

Genau das möchte die Zielgruppe. Das bestehende Problem wird gelöst und die unnötige Zeit wird künftig gespart. 

A – Handlungsaufforderung

„Starten Sie jetzt Ihre gratis Testphase von 14 Tagen mit Klick auf diesen Link!“

Hier wird nochmal verdeutlicht, wie es jetzt weitergeht und was die Zielgruppe tun soll. Auch hier kann noch eine Verknappung oder ein Rabatt eingebaut werden, um die Handlungsaufforderung zu verstärken. 

„Noch bis zum 31.08. statt 14 ganze 30 Tage gratis testen!“

Kritik an der AIDA-Formel

Die AIDA-Formel ist beliebt, aber nicht fehlerfrei.

Warum?

Eine Formel ist zwar anfängerfreundlich, aber auch starr. In der Realität durchläuft nicht jeder deiner Kunden diese 4 Phasen. Das AIDA-Modell ist also wenig flexibel.

Dennoch veranschaulicht AIDA den grundsätzlichen Verkaufsvorgang. Bevor jemand etwas kauft, muss erst Interesse und Verlangen in ihm geweckt werden.

Fazit: Mit der AIDA-Formel hast du nun ein einfaches 4-Schritte-System für deine Werbetexte

Nun weißt du genau, wie du deine Verkaufstexte für Facebook-Anzeigen, E-Mail-Texte etc. aufbauen kannst. So bekommen deine Werbetexte eine logische Struktur und überzeugen deine Zielgruppe auch von deinem Angebot. Das AIDA-Modell ist echt ein mächtiges Tool für dein Marketing. Simpel und gleichzeitig hocheffektiv.

Hast du diese Formel selbst schon verwendet?

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Tim Gelhausen

Über den Autor

Hi, ich bin Tim – Host des Conversion Copywriting Podcast und Gewinner des 2-Comma-Club-Awards.

Als Copywriter helfe ich dir durch fesselnde Werbetexte und authentisches Marketing, Kunden für deine Online-Kurse und Coachings zu gewinnen.

Ich bin der Typ, zu dem andere kommen, wenn sich ihre Produkte nicht gut genug verkaufen.

Meine Achillesferse? Ben & Jerry's. Davon komme ich einfach nicht weg.

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