Als Copywriter Kunden gewinnen: Diese 2 Strategien funktionieren

Von: Tim Gelhausen | Zuletzt aktualisiert: 23.01.23

Gutes Geld verdienen.
Arbeiten, wo man will.
Wann man will.
Selbstbestimmt.

Das ist die Realität vieler Copywriter.

Vielleicht hast du schon von Copywriting gehört – von der großen Chance, Werbetexte für Unternehmen zu schreiben.

Dafür brauchst du nichts weiter als dein MacBook.

Vielleicht hast du das irgendwo mal aufgeschnappt. Vielleicht überlegst du, selbst Copywriter zu werden. Vielleicht bist du sogar schon einer.

Und jetzt steht dem finanziell und geografisch freien Leben nur noch eine lästige Frage im Weg:

Wie komme ich an Kunden, die mich angemessen bezahlen?

Falls dich das interessiert, bist du in diesem Artikel goldrichtig. Ich bin Tim und habe früher selbst als Copywriter für andere geschrieben – bis der Andrang so groß wurde, dass ich vom Schreiber zum Lehrer gewechselt habe.

Mittlerweile biete ich einen Copywriting-Kurs an, aber früher habe ich regelmäßig mehrfach 5-stellige Aufträge an Land gezogen. Ich bin quasi der alte, narben-verzierte Boxtrainer mit kleiner Plauze und eigenem Studio, in dem er dem Jungspund von heute zeigt, wie man einen Uppercut verteilt.

Okay, bevor wir zu stark abschweifen: In diesem Artikel zeige ich dir die einzigen 2 Strategien, um als Copywriter verlässlich hochkarätige Kunden zu gewinnen.


INHALTSVERZEICHNIS
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Das muss stimmen, um als Copywriter Kunden zu gewinnen

Bevor es ans Eingemachte geht, muss ich auf einen großen Fehler hinweisen, den die meisten Copywriter begehen: Sie positionieren sich nicht.

Wenn du als Copywriter einen netten Gehaltscheck mit nach Hause nehmen möchtest, darfst du dich nicht als allgemeiner Texter für jede Branche und jede Art von Text positionieren.

Bist du ein Generalist, der mal neue Texte für eine Webseite, mal für ein eBook und mal für E-Mails schreibt, ist jeder neue Kunde ein komplett neues Unterfangen. Du musst jedes Mal aufs neue Preise für Texte berechnen, dich in die Textart einarbeiten und wirst für nichts wirklich bekannt.

Wenn du dich jedoch für eine bestimmte Zielgruppe und/oder Art von Text positionierst:

  • Löst du das „hier bin ich richtig“-Gefühl bei deiner Zielgruppe aus
  • Lieferst du bessere Ergebnisse für deine Kunden ab, weil du mehr Übung in einer bestimmten Textform hast, wodurch du deine Preise steigern kannst
  • Machst du dich empfehlbar.

Ich gebe dir 2 Beispiele von Kundinnen von mir:

Die eine hat sich als Copywriter für Podcaster positioniert. Sie bietet an, aus Podcast-Episoden Blogbeiträge zu schreiben, sodass Podcaster auch noch SEO für sich nutzen können.

Die andere hat sich als Copywriterin für Launches positioniert. Wenn du etwa einen Online-Kurs launchen möchtest, schreibst sie für dich all die anfallende Copy:

Der große Vorteil dabei?

Wenn jeder Kunde ähnliche Arten von Texten benötigt, kannst du dich auf ein Thema spezialisieren – und so richtig gut werden. Dadurch ist es viel einfacher, dich als Copywriter zu empfehlen.

Ich habe beide Damen schon mehrfach an andere empfohlen, weil ich genau weiß: Sie sind richtig gut in dem, was sie tun – eben weil sie sich positioniert haben.

Mal ganz davon abgesehen: Wenn du alle Arten von Texten schreibst, also ein „allgemeiner Copywriter“ bist, ist es schwierig, dich zu empfehlen.

Ein altes Marketing-Sprichwort lautet: „Die Zielgruppe kennt die Zielgruppe.“

Angenommen, du hast dich als Copywriter für Launches positioniert: Wenn ein Kunde mit deiner Arbeit zufrieden war, empfiehlt er dich gerne in seinem Netzwerk, das natürlich aus Menschen besteht, die auch ihre Online-Kurse launchen und dafür Copy brauchen.

Worauf ich hinaus möchte:

Spezialisten verdienen mehr als Generalisten.

Spezialisten verdienen mehr als Generalisten.

Finde deine Nische. Was sind Themen, die dich selbst interessieren?
Welchen Bedarf erkennst du am Markt?
Mit welcher Zielgruppe arbeitest du am liebsten zusammen?

Dazu empfehle ich dir meine Podcast-Episode 276: 7 Nischen, um 6-stellig als Copywriter zu verdienen:

Als Copywriter Kunden durch Push-Marketing gewinnen

Es gibt im Grunde 2 Wege, um als Copywriter an Kundenaufträge zu kommen:

1. Push-Marketing: Du gehst aktiv auf Kunden zu

2. Pull-Marketing: Kunden kommen auf dich zu.

Beim Push-Marketing gehst du aktiv auf Kunden zu. Beim Pull-Marketing kommen die Kunden auf dich zu.

Lass uns beide Strategien unter der Lupe anschauen.

Beim Push-Marketing ist es so, dass du die Initiative ergreifst. Du gehst aktiv auf Kunden zu und fragst, ob sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind (deshalb „push“).

Das könnte in der Praxis so aussehen:

Du erstellst dir eine Liste von potenziellen Kunden, denen du mit deinen Texten helfen kannst. Vielleicht siehst du eine Werbeanzeige von einem Unternehmen und denkst dir: „Mensch, die könnte ich besser schreiben“. Dann suchst du die Kontaktdaten von diesem Unternehmen raus und schreibst sie auf deine Liste.

Wenn du 10-20 Kontakte auf deiner Liste hast, nimmst du für jeden Kontakt ein individuelles Video auf. In diesem Video gibst du dem potenziellen Kunden Mehrwert, indem du Tipps zum Optimieren ihrer Texte mit ihnen teilst. Die Videos kannst du mit Loom oder Vimeo Video aufnehmen.

Anschließend bietest du an, sie bei der Optimierung auf Wunsch zu unterstützen. Verlinke dafür unter dem Video eine Möglichkeit, ein Termin mit dir zu vereinbaren – etwa einen Link zu deinem Calendly-Terminkalender.

Wichtig: Jedes Video musst du persönlich für den Kunden aufnehmen und dabei dein Gesicht zeigen – das wirkt nahbarer. Hier siehst du ein Beispiel:

Push-Marketing: Sende Kunden individualisierte Videos mit deinem Gesicht zu, um auf dich aufmerksam zu machen.

So würde ich jeden Tag Videos an potenzielle Kunden senden, um meine Copywriting-Dienstleistung anzubieten.

Genau das habe ich zu Beginn meiner Copywriting-Karriere auch gemacht. Ich habe Kunden aus meiner Branche gesucht, ihre Webseite angeschaut und mir Notizen gemacht, wie ich ihnen helfen konnte.

Jeden Tag habe ich dann 2-3 Videos an diese Kunden gesendet. Immer persönlich und individualisiert. Diese Strategie habe ich in meinem Podcast #69 namens „3 Schritte, um organisch Kunden zu gewinnen“ genauer erklärt, die du dir hier anhören kannst:

Push-Marketing hat natürlich Vor- und Nachteile, die wir uns im Detail anschauen:

Vorteile von Push-Marketing.

1. Du kannst schnell starten. Du kannst theoretisch jeden Tag mehrere Videos aufnehmen und versenden. Heute noch.

Dafür brauchst du nur eine Webcam und Videoaufnahme-Software, die allerdings gratis ist. Theoretisch könntest du so morgen schon deinen nächsten Kunden gewinnen.

2. Es funktioniert. Punkt. Push-Marketing mag mühselig sein – dazu gleich mehr –, aber es funktioniert. Auf 10 versendete Videos bekommst du erfahrungsgemäß 1-3 interessierte Kunden, die mal mit dir sprechen wollen.

Nachteile von Push-Marketing.

1. Unvorteilhafte Verhandlungsposition. Wenn du auf Kunden zugehst und deine Dienste anbietest, bist du in der Bittsteller-Position. Das heißt, dass der Kunde maßgeblich die Entscheidungsmacht hat. Es ist natürlich viel besser, wenn Kunden aktiv auf dich zukommen – dann hast du mehr Verhandlungsspielraum.

2. Du musst aktiv arbeiten. Um als Copywriter Kunden mit Push-Marketing zu gewinnen, musst du jedes Mal aktiv werden. Heißt: Kunden heraussuchen, Videos aufnehmen, versenden, mit Kunden kommunizieren und so weiter. Das kann schnell mühselig werden.

3. Du brauchst eine dicke Haut. Wenn du aktiv Kunden anfragst, muss dir bewusst sein, dass sich die meisten Anfragen im Sande verlaufen. Viele werden dir gar nicht erst auf deine Videos antworten. Manche werden dich aktiv ablehnen.

Manche werden einer Zusammenarbeit zustimmen und bevor es losgeht, machen sie sich aus dem Staub – und du hörst nie wieder von ihnen.

All das wird passieren. Darauf musst du vorbereitet sein. Gerade zu Beginn ist das psychologisch nicht immer einfach zu verkraften, weil du viel mit Abweisung umgehen musst.

Vor- und Nachteile von Push-Marketing

Pull-Marketing: So gewinnst du als Copywriter leichter Kunden

Stell dir mal kurz vor, du wachst auf, schaust in dein E-Mail-Postfach und findest dort wieder 3 neue Anfragen von Kunden, die mit dir zusammenarbeiten wollen. Leider musst du allen absagen, da du eine Warteliste hast – und die schon bis nächstes Jahr reicht.

Und dabei rufst du deutlich höhere Preise auf als deine Konkurrenz.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Das kann durchaus Realität sein, wenn du Pull-Marketing gemeistert hast.

Beim Pull-Marketing ist es so, dass du nicht auf Kunden zugehst, sondern Kunden aktiv auf dich zukommen, um eine Zusammenarbeit anzufragen. Deshalb „pull“ – du ziehst Kunden an.

Wie das funktioniert?

Durch Content-Marketing.

Wenn du regelmäßig wertvollen Content für deine Zielgruppe veröffentlichst, werden immer mehr Menschen auf dich aufmerksam. Und wenn ihnen dein Content gefällt, möchten sie womöglich mit dir zusammenarbeiten.

Durch meinen Podcast etwa erhalte ich immer wieder Anfragen nach einer Zusammenarbeit, obwohl ich selbst als Copywriter nicht mehr aktiv bin. Jemand hört eine Episode und denkt sich: „Das klingt gut! Vielleicht kann mir Tim ja helfen, das umzusetzen.“

Ein weiteres Beispiel ist dieser Blogbeitrag, den du gerade liest. Du findest hier zwar kein Angebot, aber ich könnte am Ende dieses Beitrags die Möglichkeit anbieten, ein Beratungsgespräch mit mir zu vereinbaren.

Wenn du Mehrwert aus dem Beitrag gezogen hast, wärst du sicher nicht abgeneigt, dieses Angebot wahrzunehmen – wenn es das denn gäbe.

Du merkst schon: Pull-Marketing ist angenehmer als Push-Marketing. Dein Content übernimmt quasi für dich die Kundengewinnung – daher rate ich jedem Copywriter, aktiv auf Social-Media zu werden oder einen eigenen Content-Kanal zu starten. Sei es ein Blog, YouTube-Channel oder Podcast.

Okay, lass uns mal die Vor- und Nachteile beleuchten:

Vorteile von Pull-Marketing

1. Deine Verhandlungsposition. Wenn jemand auf dich zukommt, bist nicht du in der Bittsteller-Position, sondern die andere Person. Das heißt, dass du eine bessere Verhandlungsposition hast – und es ist wahrscheinlicher, dass der Kunde einen höheren Preis akzeptiert.

2. Interessenten kommen mit Kauflaune ins Gespräch. Wenn du durch deinen Content Kundenanfragen generierst, kennen dich diese Interessenten schon ein wenig. Sie wissen, dass du über Expertise verfügst und dass du ihnen helfen kannst. Sie sind schon vorab an einer Zusammenarbeit interessiert – sonst hätten sie das Gespräch nicht gebucht.

Vergleiche das mal mit dem Szenario, in dem du auf Kunden zugehst und eine Zusammenarbeit anfragst. Eine ganz andere Welt!

3. Die Zusammenarbeit mit Kunden ist angenehmer. Kunden, die du durch deinen Content gewinnst, sind deutlich angenehmer in der Zusammenarbeit. Sie agieren auf Augenhöhe mit dir und zweifeln deine Ratschläge weniger häufig an – immerhin sind sie auf dich zugekommen, weil sie wissen, dass du ihnen helfen kannst.

4. Du baust dir eine „Kundenmaschine“ auf. Wenn du regelmäßig Content erstellst, steigt über die Zeit die Anfrage nach dir so stark an, dass du regelmäßig Kunden absagen musst – und/oder deine Preise anheben kannst. Dein Content wird zum besten Marketing-Mitarbeiter, den es gibt.

5. Du bist weniger vergleichbar. Wird jemand über deinen Content auf dich aufmerksam, will diese Person mit dir – und nur mit dir zusammenarbeiten. Du wirst nicht mit anderen Dienstleistern verglichen, weil die Interessenten den Content exklusiv von dir erhalten.

Nachteile von Pull-Marketing

1. Es dauert eine Weile, bis es Fahrtwind aufnimmt. Diese „Kundenmaschine“ entsteht nicht von heute auf morgen. Um als Copywriter Kunden mit Pull-Marketing zu gewinnen, musst du monate-, eher jahrelang eine Content-Marketing-Strategie verfolgen. Wenn dein Content-Kanal nennenswerte Reichweite erzielt, wird er dich mit Kundenanfragen überfluten.

Aber bis dieser steht, musst du geduldig sein.

2. Viel Überwindungsarbeit. Nicht jeder möchte vor der Kamera stehen oder öffentlich Reichweite aufbauen. Ich weiß aus Gesprächen mit Copywritern, dass es vielen unangenehm ist, sich öffentlich zu zeigen. Nun, das ist ein saurer Apfel, in den man leider beißen muss.

Bevor ich gleich zu meinen Empfehlungen komme, was du als Copywriter nun tun solltest, um Kunden zu gewinnen, möchte ich noch schnell „die üblichen“ Möglichkeiten besprechen, um Kunden zu finden.

Vor- und Nachteile für Pull-Marketing

Als Copywriter in Gruppen und Netzwerken Kunden finden

Du hast vermutlich schon von den „Standard-Tipps“ gehört, um als Copywriter die ersten Aufträge zu gewinnen:

  • Liste dich auf Fiverr, Upwork und sonstigen Jobbörsen
  • Tritt Facebook-Gruppen bei
  • Starte bei einer Agentur.

Meine Meinung dazu?

Für den Anfang in Ordnung, aber keine Dauerlösung.

Sieh Jobbörsen wie Fiverr, Upwork oder sonstige Texter-Agenturen lediglich als Sprungbrett – und Möglichkeit, Erfahrung bzw. erste Testimonials zu gewinnen.

Für die Jobsuche sind Facebook-Gruppen ein Anfang, aber keine Dauerlösung.

Auf Jobbörsen musst du dich mit niedrigen Preisen zufriedengeben und wirst permanent mit anderen verglichen. Die Kunden, die du dort gewinnst, erwarten oft zu viel für zu wenig Geld. Sie sehen dich als gesichtsloser Dienstleister, dem sie möglichst wenig bezahlen möchten.

Daher empfehle ich Jobbörsen wirklich nur für die ersten paar Aufträge, um Erfahrung zu sammeln.

Bei Facebook-Gruppen sieht es leider nicht anders aus. Dort musst du dich oft um Aufträge „bewerben“ – und etliche andere Copywriter stürzen sich ebenfalls auf die Auftraggeber.

Keine gute Verhandlungsbasis.

Was ich dir aber ans Herz legen kann, das ist dein Netzwerk auszubauen – etwa, indem du aktiv auf Social-Media bist.

Designer arbeiten etwa oftmals mit Copywritern zusammen, da sie oftmals dieselbe Zielgruppe haben, aber etwas Unterschiedliches anbieten. Wenn du viele Designer kennst, fragen sie dich vielleicht gelegentlich, ob du bei einem Kundenprojekt als Copywriter mitwirken möchtest.

Genau so andersherum: Vielleicht gewinnst du irgendwann als Copywriter einen Kunden und denkst dir: „Ich liefere die Texte, aber das Design der Verkaufsseite sollte wirklich ein Designer übernehmen!“.

Und so kannst du mit deinem Netzwerk zusammenarbeiten, um mehr Kunden zu gewinnen. Eine Win-win-Situation.

Baue dein Netzwerk aus, um von Empfehlungen von anderen Diensleitstern zu profitieren.

Das sind die nächsten Schritte, um als Copywriter Kunden zu gewinnen

Okay – du kennst jetzt all die Wege, wie du theoretisch Kunden als Copywriter gewinnen kannst. Die Frage ist nur: Was solltest du nun konkret tun?

Nun, ich bin kein Fan von halben Sachen. Daher empfehle ich dir, sofort beide Strategien parallel einzusetzen – Push- und Pull-Marketing. Das bedeutet:

Starte noch heute damit, deine Liste potenzieller Kunden zu füllen. Sammle erst einmal nur Kontaktdaten und schaue dich auf ihren Webseiten um. Wie kannst du ihnen als Copywriter helfen? Was fällt dir auf?

Und dann schickst du schnellstmöglich die ersten Videos an deine potenziellen Kunden. Jeden Tag. Bei den ersten Videos geht es gar nicht darum, wirklich Kunden zu gewinnen – es geht mehr darum, dass du ins Tun kommst. Es geht darum, die mentalen Hürden in deinem Kopf zu überwinden.

Gleichzeitig startest du direkt einen Content-Kanal. YouTube, Blog, Podcast, Instagram oder LinkedIn. Irgendwas.

Dort postest du regelmäßig Content. Und mit „regelmäßig“ meine ich auch regelmäßig. Plane im Voraus, wie oft und welche Beiträge du posten möchtest. Sei hier nicht spontan – das funktioniert nicht. Glaub mir.

Setzte Push- und Pull-Marketing gleichzeitig zur Kundenfindung ein

Es wird lange Zeit dauern, bis dein Content Kunden für dich gewinnt – aber je früher du anfängst, desto schneller kommt genau dieser Zeitpunkt. Starte also jetzt damit. Nicht morgen, nicht nächste Woche – jetzt.

Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch. Wenn du überdurchschnittliche Ergebnisse haben willst, musst du auch bereit sein, überdurchschnittlich viel zu arbeiten. Ich würde dir gerne versprechen, dass es ja total leicht und einfach wird.

Wird es aber nicht.

Ich habe die Reise hin zum Copywriter mit überdurchschnittlichem Gehalt selbst durch und kann dir sagen: Es wird nicht einfach, aber es lohnt sich.

Stelle dir also jeden Tag die Frage: „Was kann ich heute tun, um Kunden zu gewinnen?“

Und die Antwort darauf lautet:

  • Videos an potenzielle Kunden senden, um auf Kunden zuzugehen.
  • Content erstellen, um langfristig Kunden anzuziehen.

Und wenn du dich auf die Reise hin zum hoch bezahlten Copywriter machst, kannst du damit rechnen, diese 4 Phasen zu durchleben.

Die 4 Phasen jedes Freelance-Copywriters

Vielleicht träumst du auch schon davon, als Copywriter die „großen Fische“ an Land zu ziehen und (mehrfach) 5-stellig pro Monat zu verdienen. Dass das schnell funktioniert, wird dir zwar häufig von anderen versprochen, aber in der Realität sieht es oft anders aus.

Aus eigener Erfahrung (und durch Austausch mit anderen Copywritern) habe ich die folgenden 4 Phasen entwickelt, durch die du gehen musst, wenn du als Copywriter Kunden gewinnen möchtest.

4 Phasen jedes Freelance-Copywriters

Phase 1: Gras fressen

Du fängst gerade erst an. Du hast den Entschluss gefasst, Copywriter zu werden – vielleicht hast du schon ein Instagram-Profil erstellt, auf dem du deinen ersten Copywriting-Tipp veröffentlicht hast.

Du bist fest entschlossen, mit deiner neuen Leidenschaft gutes Geld zu verdienen. Das Problem ist nur: Du hast kaum etwas vorzuweisen, suchst händeringend nach Kunden und – wenn du ehrlich bist –, bist du bedürftig.

Keine Sorge – hier fängt jeder Copywriter an. Diese Phase nenne ich „Gras fressen“-Phase, weil du hier keine Extrawünsche äußern darfst. Du würdest gerne eine Calzone vom Italiener verspeisen, aber für die nächsten Wochen und Monate landet nur nasses Gras auf deinem Teller. Schwer verdaulich, nicht sonderlich lecker und wenig abwechslungsreich.

Weiterhin wirst du in dieser Phase viele negative Gedanken haben. Alles fühlt sich schwer an: Du ringst um jeden Kunden, verdienst zu wenig und zweifelst daran, ob es die richtige Entscheidung war, Copywriter zu werden.

Sollte es mal zu Kundenaufträgen kommen, gibst du dich mit einem unterdurchschnittlichen Lohn zufrieden, weil du dich nicht traust, mehr zu verlangen. Die größte Blockade in dieser Phase ist dein Kopf.

Dein Ziel: Erste Kunden gewinnen und Testimonials sammeln. In dieser Phase dreht sich alles darum, Fahrtwind aufzunehmen. Davor hast du nur davon geträumt, wie schön es doch wäre, erfolgreicher Copywriter zu sein. Jetzt geht es darum, tatsächlich für Kunden zu schreiben.

Mit jedem Kunden wirst du erfahrener, wächst deine Zuversicht und dein Selbstbewusstsein. Gutes Stichwort – Kunden gewinnen. Wie geht das in dieser Phase?

Dein Vorgehen: Du meldest dich auf Jobbörsen wie Fiverr an, trittst Facebook-Gruppen für Copywriter bei und erledigst erste, kleine Aufträge aus deinem Netzwerk.

In der „Gras fressen“-Phase geht es nicht darum, viel Geld zu verdienen. Das kommt später. Jetzt geht es darum, Erfahrung und Testimonials zu sammeln.

Zusätzlich betreibst du Push- und Pull-Marketing, wie oben beschrieben. Das heißt: Du bespielst deinen Content-Kanal und schickst jeden Tag Videos an potenzielle Kunden. Die Videos, die du versendest, haben Priorität. Das Push-Marketing ist deine primäre Strategie, um Kunden zu gewinnen.

Auf den Videos wirst du nicht sonderlich selbstbewusst wirken, aber das ist in Ordnung. Hauptsache, du springst über deinen Schatten.

Du merkst schon: Das ist eine anstrengende Phase. Das wird viel Arbeit für wenig Geld. Deine Gedanken werden dich plagen. Du wirst an dir zweifeln, gar Existenzängste haben. Da muss jeder durch.

Mir hat es damals unheimlich geholfen, mir regelmäßig mein Traumleben zu visualisieren – also mich ständig daran zu erinnern, warum ich das Ganze mache. Was erhoffe ich mir vom Dasein als Copywriter?
Wie viel möchte ich verdienen?
Was wäre, wenn ich auf einmal 5-stellig im Monat verdienen würde?

Du musst dich zwingend immer wieder motivieren. Andernfalls wird dir irgendwann der Mut ausgehen, am Ball zu bleiben.

Bleib dran, du packst das!

Phase 1 der Copywriter Reise

Phase 2: Der schüchterne Experte

Wunderbar! Du hast deine ersten Erfahrungen im Umgang mit Kunden gesammelt – sicher nicht immer positive. Du merkst, dass Kundenaufträge aus Jobbörsen nicht das Gelbe vom Ei sind, weil die Kunden viel verlangen, aber wenig zahlen wollen.

Du hast fleißig deine Video-Botschaften gesendet. Ein paar Mal wurdest du ignoriert, mal hast du eine höfliche Absage erhalten und manchmal sogar eine Zusage! Deine Bemühungen tragen erste Früchte.

Du verdienst immer noch nicht das, was du dir vorgestellt hast, aber du merkst, wie der Ball langsam ins Rollen kommt. Du postest regelmäßig auf Social-Media (Pull-Marketing), um auf lange Sicht bessere Kunden anzuziehen.

Das ist eine Zeit, die gleichermaßen aufregend wie nervenaufreibend ist. Aufregend, weil du die ersten Einnahmen erhältst und merkst: Das klappt ja wirklich! Nervenaufreibend, weil noch nicht genügend rausspringt und viele Kunden immer noch schwierig im Umgang sind.

Dein Kopf macht dir immer noch einen Strich durch die Rechnung. Du hast jetzt mehr Vertrauen in dich selbst, aber wenn mal keine Aufträge reinkommen, machen sich Existenzängste breit. Es fällt dir immer noch schwer, deine Preise zu erhöhen.

Dein Ziel: Du willst bessere Kunden gewinnen und deine Preise erhöhen. Löse dich komplett von Jobbörsen oder Facebook-Gruppen. In dieser Phase sollte deine Kundenakquise über deine Video-Anfragen und dein Content-Marketing laufen.

Dein Vorgehen: Du verlagerst den Fokus weg vom Push- hin zum Pull-Marketing. Du versendest immer noch regelmäßig Videos, um potenzielle Kunden zu gewinnen, aber du konzentrierst dich auf dein Content-Marketing. In den nächsten Monaten wirst du die ersten Anfragen über das Pull-Marketing gewinnen – sofern du dranbleibst.

Phase 2 der Copywriter Reise

Phase 3: Die etablierte Autorität

Du hast deine Content-Marketing-Strategie gewissenhaft durchgezogen. Langsam, aber sicher macht dein Name die Runde. Du musst auch kein Push-Marketing mehr betreiben, weil dein Content regelmäßig genügend Anfragen von Interessenten an Land zieht.

Natürlich hast du auch weiter an deinen Fähigkeiten als Copywriter gearbeitet. Deine Kunden sind zufrieden – und weil du spitz positioniert bist, wirst du regelmäßig weiterempfohlen. Dein Selbstvertrauen ist stabil. So stabil, dass du deine Preise erhöhst. Regelmäßig!

Du hast den Wechsel geschafft: Weg von Kunden hinterherjagen hin zu Kunden kommen auf dich zu.

Du lässt nicht nach: Du postest weiter fleißig auf Social-Media und erstellst Content. Du präsentierst sogar Kundenergebnisse, sodass andere sehen, dass du es draufhast.

Der Blick auf deinen Kontostand lässt dich grinsen. Du wirst als Experte wahrgenommen, daher zahlen Kunden gerne höhere Preise – und sie begleichen deine Rechnungen schnell. Kein Wunder: Dein Content-Marketing zieht nur Wunschkunden an.

Vielleicht hast du sogar schon eine Warteliste. Kurz gesagt: Das Leben als Copywriter ist schön! All die Mühen der vergangenen Monate – die definitiv hart waren –, entladen sich jetzt.

Dein Ziel: Du willst noch „bessere“ Kunden. Größere Kunden, die es gewohnt sind, hohe Preise zu zahlen. Dafür musst du weiter an deiner Autorität und deinem Ruf arbeiten.

Dein Vorgehen: Du kannst es dir schon denken: Ziehe weiter dein Content-Marketing durch.

Höre niemals damit auf – das ist es, was dich immer bekannter macht. Je bekannter du bist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass lukrative Aufträge für dich entstehen.

Phase 3 der Copywriter Reise

Phase 4: Der Stern am Himmel

Diese Phase erreichen nur wenige. Du bist das hübscheste Mädel an der Bar: Jeder will mit dir sprechen.

Was deine Preise angehen, orientierst du dich nicht mehr daran, was die anderen verlangen oder was „branchenüblich“ ist. Du bist so gefragt, dass du deine Preise daran orientierst, was du gerne verdienen würdest. Das bedeutet, dass du deutlich mehr verlangst, als alle anderen.

Und weil du dir über die Zeit durch dein Content-Marketing und deine Empfehlungen einen exzellenten Ruf aufgebaut hast, bezahlen Kunden auch gerne deine deutlich höheren Preise.

Natürlich hast du eine Warteliste. Wenn du auf Social-Media verkündest, dass du gerade Platz für einen neuen Kunden hast, ist dein Postfach schnell überfüllt. Du musst aktiv Anfragen filtern, indem du vorab offen kommunizierst, dass deine Preise ungewöhnlich hoch sind. Trotzdem bekommst du haufenweise Anfragen.

Interessenten müssen nun einen echten Bewerbungsprozess durchlaufen, um eine Chance zu haben, mit dir zusammenzuarbeiten.

Dein Ziel: Weiter an deinem Ruf arbeiten und dafür sorgen, dass andere wahrnehmen, dass du exzellente Ergebnisse lieferst. Die kaufkräftigsten Kunden gewinnst du nur dann, wenn du über die Zeit für Ergebnisse bekannt wirst. Du willst ab sofort weniger, dafür bessere Kunden.

Idealerweise verfügen deine Kunden selbst über eine große Reichweite, sodass du in der Branche „unterhalb des Radars“ bekannt wirst. Das geht nur, wenn deine Texte für Umsatzrekorde bei deinen Kunden sorgen – wenn du so gut wirst, dass man dich nicht mehr ignorieren kann.

Dein Vorgehen: Säge niemals den Ast ab, auf dem du sitzt. Dein Content-Marketing hat dich in diese Position gebracht. Da du in dieser Phase gutes Geld verdienst, läufst du Gefahr, gemütlich zu werden.

Arbeite daher immer weiter an deinem Ruf und deiner Sichtbarkeit. Du solltest immer mehr Nachfrage haben als du bedienen kannst. Das ist es, was es dir erlaubt, deine Preise konstant zu erhöhen: mehr Nachfrage als Angebot.

Phase 4 der Copywriter Reise

Ein letzter Gedanke an alle angehenden Copywriter

Copywriter zu sein, ist einer der lukrativsten Berufe überhaupt.

  • Du hast örtliche Freiheit – kannst arbeiten, wo du willst.
  • Du hast das Potenzial auf finanzielle Freiheit – kannst viel Geld verdienen.

Aber das funktioniert nur, wenn du auf dich aufmerksam machst.

Als Dienstleister bist du ein Produkt, das beworben werden muss. Sonst wirst du immer damit zu kämpfen haben, Kunden zu gewinnen.

Frage dich also am Ende von jedem Tag: „Was habe ich heute getan, um mich selbst zu bewerben?“

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Tim Gelhausen

Über den Autor

Hi, ich bin Tim – Host des Conversion Copywriting Podcast und Gewinner des 2-Comma-Club-Awards.

Als Copywriter helfe ich dir durch fesselnde Werbetexte und authentisches Marketing, Kunden für deine Online-Kurse und Coachings zu gewinnen.

Ich bin der Typ, zu dem andere kommen, wenn sich ihre Produkte nicht gut genug verkaufen.

Meine Achillesferse? Ben & Jerry's. Davon komme ich einfach nicht weg.

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