12 Content-Formate, mit denen du garantiert die Aufmerksamkeit deiner Wunschkunden bekommst - Conversion Copywriting by Tim Gelhausen
Conversion Copywriting by Tim Gelhausen

12 Content-Formate, mit denen du garantiert die Aufmerksamkeit deiner Wunschkunden bekommst

Nadja Hinz
14. Apr. 2023
12 Content-Formate, die garantiert funktionieren
Vorraussichtliche Lesedauer: 14 Min.

Du veröffentlichst regelmäßig Content, um für deine Wunschkunden sichtbar zu sein. An Themen-Ideen mangelt es nicht, aber deine Content-Formate könnten Abwechslung vertragen?

Du fragst dich, welche Content-Arten du für dein Marketing nutzen kannst und welche deine Zielgruppe sehen möchte?

In diesem Artikel erfährst du,

  • Welche Content-Formate es gibt
  • Welche Ziele du mit den einzelnen Formaten erreichen kannst
  • Was du bei der Wahl des richtigen Content-Formats beachten musst

Was sind Content-Formate?

Content-Formate sind die unterschiedlichen Arten von Inhalten, die du für dein Content-Marketing erstellst und über verschiedene Plattformen veröffentlichst. Die Content-Formate haben zum Ziel, dich bei deinen Wunschkunden sichtbar zu machen. 

Beliebte Formate für Content-Marketing sind etwa Blogartikel, E-Books, Videos oder Podcasts. Aber auch Bilder und Grafiken gehören dazu. Um zu entscheiden, welches Format sich für dich eignet, solltest du dir ein paar Fragen beantworten:

  • Ziel: Was willst du mit deinem Content erreichen?
  • Zielgruppen: Wen soll dein Content ansprechen?
  • Suchintention: Welche Art von Content will deine Zielgruppe sehen oder lesen?

Weil nicht alle potenziellen Kunden den gleichen Wissensstand haben, musst du außerdem überlegen, an welchem Punkt ihrer Customer Journey deine Inhalte sie abholen sollen.

Welche Content-Arten du für dein Business nutzt, ist eine wichtige Entscheidung und Teil deiner Content-Marketing-Strategie

Worauf kommt es bei gutem Content an?

Das Großartige an Content-Marketing ist, dass du deine Zielgruppe nicht mit aufdringlichen Verkaufstaktiken überzeugst, sondern mit hilfreichen Inhalten, die Vertrauen zu dir und deiner Marke aufbauen. 

Egal, für welche Content-Formate du dich entscheidest: Wichtig ist, dass du deinen potenziellen Kunden eine positive Erfahrung ermöglichst, indem du ihnen Mehrwert bietest, eine Frage beantwortest oder ein Problem löst. Auf diese Weise bauen deine Wunschkunden über deinen Content eine Beziehung zu dir auf.

Lege ein Content-Ziel fest

Bevor du dich für ein Content-Format entscheidest, solltest du ein Ziel festlegen. Welchen Job soll das jeweilige Format für dich erledigen? 

Sagen wir, dein Ziel ist mehr Reichweite. Dann eignet sich ein Blog tendenziell besser als ein Podcast. Weil du durch die organische Suche mehr Traffic über Google auf deine Website ziehst und dadurch mehr Menschen erreichst. 

Wenn du mehr Backlinks generieren willst, dann solltest du dich für ein Format entscheiden, das gerne geteilt wird, wie zum Beispiel ein Video oder ein E-Book, auf das andere Websites gerne verlinken.

Wichtig ist daher, dass du für jedes Content-Format ein Marketingziel definierst. 

Zielgruppe

Es geht also beim Content-Marketing darum, mit hilfreichen Inhalten für deine Zielgruppen auf dich aufmerksam zu machen. Egal, ob Video, Podcast, Blogartikel oder Whitepaper: Content-Formate richten sich immer an eine klar definierte Zielgruppe.

Denn um Mehrwert zu liefern, der deinen Wunschkunden weiterhilft, musst du wissen, welche Herausforderungen, Probleme und Wünsche sie haben. 

Nehmen wir an, du zeigst Hobbygärtnern, wie sie auf dem Balkon Gemüse anbauen. Dein Content sollte dann die Fragen beantworten, die diese Menschen beschäftigen: Welche Pflanzen kann ich auf kleinem Raum pflanzen? Welches Gemüse wächst auch im Topf? Welche Gemüseart verträgt viel Hitze?  

Verstehe, was deine Wunschkunden umtreibt und du kannst Content erstellen, den sie aufsaugen werden, weil er für sie relevant ist. 

Suchintention

Bei der Wahl des passenden Content-Formats solltest du stets die Suchintention, den sogenannten Search Intent, unter die Lupe nehmen: Welche Art von Informationen und Inhalten erwartet deine Zielgruppe? Du willst schließlich nur Content erstellen, der sie abspricht.

Wenn wir beim Beispiel mit den Hobbygärtnern bleiben: Wenn du ihnen erklären willst, wie man Kräuter in einen Kasten pflanzt, wollen sie vermutlich eher ein Video-Tutorial sehen als einen langen Blogartikel lesen. 

Content-Formate im Überblick

Content-Formate im Überblick

Die verschiedenen Content-Formate lassen sich in vier Kategorien teilen: 

  • Textbasierter Content
    Dazu gehören zum Beispiel Whitepaper, Ratgeber, E-Books oder Listicles.
  • Visueller Content
    Unter visuellen Content fallen etwa Bilder, Infografiken oder Diagramme.
  • Audiobasierter Content
    Zum audiobasierten Content zählen unter anderem Podcasts und Hörbücher.
  • Audiovisueller Content
    Videos und Webinare sind Beispiele für audiovisuellen Content.

Hierbei gibt es immer Überschneidungen − schließlich wollen wir alle keine Textwüsten ohne Bilder lesen. Deshalb sorgt meist ein Mix aus verschiedenen Inhalten für ein positives Nutzererlebnis. So kannst du einen Blogartikel als How-To-Anleitung schreiben und genauso gut als Video aufnehmen.

1. Bilder − Deine Botschaft auf den ersten Blick

Content-Marketing ohne Bilder ist wie ein Geschenk ohne Verpackung. Mit Bildern wertest du deinen Content optisch auf und sicherst dir die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe. Außerdem helfen Fotos, deine Botschaft auf den ersten Blick zu vermitteln und Emotionen zu erzeugen. 

Vorteile von Bildern 

Wenn du Bilder für dein Content-Marketing nutzt, tust du auch aktiv etwas für dein Ranking in den Suchmaschinen, weil die Fotos in der Google-Bildersuche sichtbar werden. 

Tipp für dich: Wenn du Bilder verwendest, achte auf eine einheitliche Bildsprache, die zu deinem Branding passt. So schaffst du einen Wiedererkennungswert und deine Zielgruppe verbindet über die Zeit bestimmte Emotionen mit deiner Brand.

2. Infografiken − Mache Komplexes greifbar

Wenn du komplexe Zusammenhänge erklären möchtest, sind Infografiken das perfekte Content-Format dafür. Mit Infografiken kannst du Daten, Fakten, Bilder und Diagramme übersichtlich und leicht verständlich darstellen.

Hier ein Beispiel:

Vorteile von Infografiken:

Infografiken werden gerne geteilt. Wenn du deine Infografiken über deine Content-Marketing-Kanäle veröffentlichst − etwa über Social Media − erhöhst du dadurch deine Reichweite. 

Tipp für dich: Gestalte deine Infografiken in deinem Branding. Nutze deine Corporate-Farben, um den Wiedererkennungswert zu stärken. Heute gibt es Tools, mit denen du kostenlos Infografiken erstellen und an dein Branding anpassen kannst.

3. Ratgeber − Lösungen für ein konkretes Problem

Mit Ratgeber-Content lieferst du deiner Zielgruppe ausführliche Informationen zu einem Thema. Sagen wir, du bist Ernährungsberaterin und deine Zielgruppe hat keine Zeit für ein gesundes Frühstück. Dann könntest du einen Ratgeber schreiben, wie man in kurzer Zeit gesunde Frühstücks-Varianten zubereitet.

Vorteile von Ratgebern:

Ratgeber-Content, etwa in Form eines Corporate Blogs, ist ein Content-Format, mit dem du nachhaltig deine Reichweite erhöhen kannst. Außerdem zeigst du deine Expertise und baust bei deiner Zielgruppe Vertrauen zu dir auf. 

Tipp für dich: Nutze Ratgeber-Content schon zu einem frühen Punkt in der Customer Journey. So machst du auch Menschen auf dich aufmerksam, die noch gar nicht wissen, dass es dein Angebot gibt. Potenzielle Kunden werden dich auf dem Schirm haben, wenn sie kaufbereit sind.

4. Video −  Emotional und manchmal viral

Es gibt kaum ein anderes Content-Format, mit dem du so schnell und einfach Informationen vermitteln kannst wie mit einem Video. Als audiovisuelles Content-Format kannst du Video an vielen Stellen deines Marketings einsetzen. So kannst du etwa dein Angebot auf deiner Website vorstellen, bei YouTube hilfreiche Anleitungen und Tutorials veröffentlichen oder bei Instagram, TikTok oder Facebook unterhaltsame Videos posten.

Auch Tim nutzt Video als Content-Format, um seine Reichweite zu erhöhen.

Vorteile von Video-Content

Videos sind leicht zu konsumieren und werden gerne geteilt. Deshalb kannst du mit ihnen sehr viel schneller Reichweite aufbauen als mit vielen anderen Formaten. Weil du mit Videos besonders gut Storys erzählen kannst, sind sie das Content-Format deiner Wahl, wenn du bei deinen Wunschkunden Gefühle wecken willst, die sie später mit deiner Marke verknüpfen. Dabei hilft dir ein weiterer Pluspunkt von Video-Content: Er bleibt besser in Erinnerung.  

Tipp für dich: Wenn du ein Video auf deiner Website einbindest, kann sich das positiv auf das Google-Ranking deiner Seite auswirken. Denn wenn User es ansehen, bleiben sie länger auf der Seite, und das mögen die Suchmaschinen.

5. Podcasts − Baue Nähe zu deiner Zielgruppe auf

Auch wenn du in einer sehr kleinen Nische unterwegs bist, lohnt sich dieses audiobasierte Content-Format, um eine Beziehung zu deiner Zielgruppe aufzubauen. Heute gibt es zu nahezu jedem Thema einen Podcast und ständig kommen neue dazu. Wenn du einen Podcast hast, kannst du zum Beispiel Interviews mit Gästen führen und über ein bestimmtes Thema diskutieren, du kannst von deinen persönlichen Erfahrungen berichten oder deine Meinung über ein Thema in deiner Branche kundtun. Viele Möglichkeiten also, um mit diesem Format zu überzeugen.

Vorteile von Podcasts

Durch deine Stimme in ihrem Ohr kann deine Zielgruppe eine sehr persönliche Beziehung zu dir aufbauen. Über die tiefgreifende Auseinandersetzung mit deinem Thema überzeugst du außerdem deine Zielgruppe von deiner Expertise. Auch Tim nutzt einen Podcast, um die Beziehung zu seiner Zielgruppe zu stärken. 

Tipp für dich: Um einen Podcast zu starten, brauchst du kein aufwendiges und teures Equipment. Und auch der Zeit- und Produktionsaufwand ist überschaubar.

6. Listicles − Aufzählungen in kleinen Häppchen

Mit Artikeln in Listenform kannst du deine Leser mit Informationen versorgen, ohne dass sie einen langen Text von Anfang bis Ende lesen müssen. Auch dieser Blogartikel ist als Listicle angelegt. Du erfährst alles Wichtige über Content-Formate, wann du sie einsetzen kannst und welche Vorteile sie für dich haben. 

Vorteile von Listicles

Listen sind auch deshalb ein tolles Content-Format, weil sie vergleichsweise einfach zu erstellen sind und sich der Zeitaufwand für ihre Erstellung in Grenzen hält. 

Tipp für dich: Besonders gerne werden Listicles in Form von Aufzählungen gelesen (so wie dieser hier). So wissen Leser direkt, was sie im Text erwartet. Generell werden Artikel eher geklickt, wenn schon die Headline eine Zahl enthält. Würdest du eher auf den ersten oder den zweiten Artikel klicken?

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7. How-to-Anleitungen und Tutorials − Schritt für Schritt zur Lösung

Mit einer How-to-Anleitung oder einem Tutorial zeigst du deiner Zielgruppe anschaulich, wie sie ein spezifisches Problem lösen kann. Wenn du Hundetrainer bist, könntest du ein Video aufnehmen und zeigen, wie man seinem Vierbeiner Schritt für Schritt ein bestimmtes Kommando beibringt. Wenn du ein physisches Produkt verkaufst, kannst du deinen Kunden in einem How-To-Video zeigen, wie sie es korrekt anwenden. 

Vorteile von Anleitungen und Tutorials

Egal, ob als Video oder in Textform: Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen machst du es deinen Zielgruppen leicht, sich selbst zu helfen. Und wenn sie mit deiner Hilfe ihr Ziel erreichen, werden sie dich in positiver Erinnerung behalten. So baust du also gleichzeitig eine Beziehung zu ihnen auf − und vertiefst die Beziehung zu denen, die schon bei dir gekauft haben.

Tipp für dich: Komme bei How-to-Anleitungen und Tutorials schnell zum Punkt. User wollen direkt damit loslegen, ihr Problem zu lösen und keine langen Einleitungen in das Thema abwarten.

8. E-Books und Whitepapers − mehr Leads und Backlinks

Content-Formate, mit denen du deine Expertise zeigst und einen detaillierten Überblick über ein Thema gibst, sind E-Books und Whitepapers. Deine Leser:innen können tiefer in das Thema eintauchen und bekommen einen großen Mehrwert von dir geliefert. Außerdem zeigst du mit qualitativ hochwertigen E-Books und Whitepapers, dass du Experte auf deinem Gebiet bist und eine Lösung für das Problem der Leser hast. 

Vorteile von E-Books und Whitepapers

Mit einem E-Book kannst du das Bewusstsein für deine Marke stärken und Leads generieren. Wenn du dein E-Book strategisch vermarktest, kannst du Backlinks generieren, die dein Ranking in den Suchmaschinen positiv beeinflussen. Ein Whitepaper eignet sich vor allem, wenn dein Marketingziel die Leadgenerierung ist. 

Tipp für dich: Wenn du nicht sicher bist, ob sich ein Whitepaper oder ein E-Book besser für dich eignet, setze dich mit deinem Wunschkunden auseinander. Würde er lieber Zahlen, Daten und wissenschaftliche Fakten zum Thema lesen? Oder würde er einen umfassenden Überblick bevorzugen, der grafisch aufbereitet ist, mit Bildern und einem ansprechenden Layout?

9. Webinare − Interagiere mit deiner Zielgruppe

Ein Webinar ist nicht nur ein geeignetes Content-Format, um deiner Zielgruppe deinen Onlinekurs zu pitchen. Ein Webinar ist auch ein effektives Tool für mehr Leads. Denn User werden gerne mit ihrer E-Mail-Adresse bezahlen, wenn sie im Gegenzug von dir persönlich Hilfestellung auf dem Weg zum Ziel bekommen. 

Vorteile von Webinaren

Ein großer Vorteil von Webinaren ist, dass du neben der Wissensvermittlung auch mit deinen Zuschauern interagieren kannst. Du kannst sie zum Mitmachen auffordern und sie Fragen stellen lassen. Dadurch bist du sehr viel näher an ihnen dran als etwa mit einem Video.  

Tipp für dich: Hast du ein Webinar einmal gehalten und aufgezeichnet, kannst du es in verschiedenen Formaten wiederverwenden. So kannst du es in kleineren Video-Häppchen bei Social Media posten, die Inhalte in einem Blog zusammenfassen oder als automatisiertes Webinar verwenden. 

10. Gastartikel − Win Win für dich und deine Leser

Wenn du nach einer Möglichkeit suchst, Backlinks zu generieren, solltest du über einen Gastartikel nachdenken. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst einen Experten einladen, einen Gastartikel für deine Website zu schreiben, oder du verfasst einen Text für einen Kollegen oder Wettbewerber mit ähnlicher Zielgruppe. Auch Leser profitieren von Gastartikeln. Zum Beispiel, weil sie einen tieferen Einblick oder eine neue Perspektive auf ein Thema bekommen.

Vorteile von Gastartikeln

Als Gastautor profitierst du von der Reichweite deines Gastgebers. Du sorgst dafür, dass du bei mehr Menschen bekannt wirst, die zu deiner Zielgruppe passen. Andererseits bekommst du mehr Traffic auf deine Website, etwa wenn die Autoren Informationen auf deine Website verlinken. Wenn jemand einen Gastbeitrag für dich schreibt, wird er seinen Text wahrscheinlich teilen. Diese Backlinks sind Gold für deine Sichtbarkeit bei Google und Co. 

Tipp für dich: Wenn du Gastartikel schreiben willst, dann biete sie Experten an, die eine ähnliche Zielgruppe haben wie du. Denn wenn diese Menschen auf dich aufmerksam werden, haben sie das Potenzial, später zu Kunden zu werden. 

11. Umfragen − wertvolle Einblicke in deine Zielgruppe

Ein unverzichtbares Content-Format sind Umfragen. Du kannst deine Kunden zum Beispiel zu ihren Erfahrungen mit deinen Produkten befragen, aber auch zu ihren Sorgen, Ängsten, Bedürfnissen oder Wünschen. Die Antworten, die du bekommst, helfen dir dabei, Angebote zu entwickeln, die deine Zielgruppe wirklich braucht, bestehende Angebote besser zu machen und Texte zu schreiben, die deine Leser abholen und Gefühle bei ihnen wecken.

Vorteile von Umfragen

Die Ergebnisse deiner Umfrage interessieren auch deine Community und deine Leser. Du kannst sie deshalb hervorragend für deine unterschiedlichen Content-Formaten verwenden. Etwa in Social-Media-Posts, deinem Blog oder Newsletter. 

Tipp für dich: Hab keine Scheu, deine Kunden zu befragen. Du wirst sehen, dass sie dir gerne weiterhelfen. Die meisten Menschen fühlen sich sogar wertgeschätzt, wenn du sie nach ihrer Meinung fragst. Du stärkst mit Umfragen also die Beziehung zu ihnen. 

12: Case Studies − mit Fallstudien Vertrauen wecken

Mit einer Case Study dokumentierst du einen praktischen Anwendungsfall aus deinem Business. Vielleicht hast du ein bestimmtes Tool ausprobiert oder ein Experiment gemacht zu einem Thema, das deine Zielgruppe interessieren könnte? Oder hat ein zufriedener Kunde mit deiner Hilfe ein Problem gelöst und sein Ziel erreicht? Deine Erkenntnisse kannst du in Case Studies teilen. 

Beispiele für Case Studies können sein:

  • So hat Kunde X seine Conversion um 30 Prozent gesteigert
  • 1 Jahr ohne Kaffee − das sind die Effekte auf meinen Körper
  • Reichweite verdoppelt: Meine Erfahrungen mit Tool XY

Vorteile von Case Studies

Mit einer Case Study kannst du das Vertrauen deiner Zielgruppen in dich stärken. Du zeigst ihnen glaubwürdig, dass du Menschen mit einem ähnlichen Problem helfen konntest. Indem du von deinen eigenen Erfahrungen mit einem Experiment berichtest, zeigst du, dass du Experte auf deinem Gebiet bist.

Tipp für dich: Verpacke deine Case Study in eine Geschichte; so ist sie unterhaltsam und bleibt deiner Zielgruppe besser im Gedächtnis. Beachte immer auch den Grobaufbau von Problem, Lösung, Ergebnis. Außerdem Bilder, Grafiken und Diagramme nicht vergessen.

Richte deine Content-Formate an der Customer Journey aus

Bevor du jetzt anfängst, Content-Arten für deine Zielgruppen auszuwählen, solltest du die Customer Journey deiner Zielgruppen berücksichtigen. Die Customer Journey, auch Kundenreise genannt, beschreibt den Prozess, den deine Kunden durchlaufen  − vom ersten Kontakt mit dir bis zum Kauf deines Produkts.

Denn kaum jemand kauft direkt bei dir, wenn er gerade erst auf dich aufmerksam geworden ist. Bis er zum Kunden wird, durchläuft er mehrere Phasen und kommt an verschiedenen Stellen mit deinem Business in Berührung. 

Sogenannte Touch Point können Werbeanzeigen, Events, Bewertungsportale oder eben Content-Formate sein. Das Content-Format sollte dabei deinen Kunden am jeweiligen Punkt seiner Reise abholen.

Ein Beispiel: 

Du bietest Onlinekurse an, in denen du deinen Kunden zeigst, wie sie selbst eine Website mit WordPress erstellen. Zu Beginn seiner Customer Journey würden deinen Kunden eher Ratgeber interessieren, die allgemeinere Fragen beantworten:

  • Website selbst erstellen oder designen lassen?
  • Deine Business-Website: 5 Dinge, die du bei der Planung beachten musst 
  • Die 9 einfachsten Content-Management-Systeme im Vergleich

Später in der Kundenreise interessieren ihn dagegen eher spezifische Themen zum Produkt. Dann könntest du zum Content zu Themen wie diesen erstellen:

  • WordPress oder Jimdo? Ein Produktvergleich
  • Favicon in WordPress einrichten
  • So führst du Splittests mit WordPress durch

Die unterschiedlichen Phasen der Customer Journey

In jeder Phase seiner Customer Journey hat dein potenzieller Kunde ein anderes Wissen. Das heißt: Nicht jedes Content-Format eignet sich zu jedem Zeitpunkt. Die folgende Grafik gibt dir einen Überblick, welche Content-Arten du in welcher Phase der Customer Journey einsetzen kannst.

Content-Formate entlang der Customer Journey

Awareness-Phase

In der ersten Phase ihrer Reise willst du potenzielle Kunden auf dich aufmerksam machen. Hier geht es darum, ihnen die Informationen zu geben, die sie suchen. In dieser frühen Phase interessieren sich Menschen noch nicht für dein Angebot, weil sie in der Regel noch nicht kaufbereit sind. 

Content-Formate in der Awareness-Phase

Geeignete Content-Formate: 

  • Bilder
  • Videos
  • Ratgeber
  • Podcasts
  • Interviews
  • Listicles
  • Infografiken
  • E-Books
  • Whitepapers
  • Gastartikel

Consideration-Phase

In der zweiten Phase ist dein potenzieller Kunde auf dich aufmerksam geworden und interagiert mit deinen Inhalten. Er liest unter anderem einen Ratgebertext oder schaut sich ein Video von dir an. Er ist in dieser Phase noch nicht bereit, eine Kaufentscheidung zu treffen, aber vielleicht geht er einen Schritt weiter und schaut sich ein Webinar von dir an oder trägt sich für deinen Newsletter ein.

Content Formate in Consideration Phase

Geeignete Content-Formate:

  • Webinar
  • E-Book
  • Whitepaper
  • Infografiken
  • Case Studies
  • Videos
  • Bilder
  • Podcast
  • Ratgeber
  • Anleitungen
  • Listicles

Transaction-Phase

In der dritten Phase seiner Customer Journey braucht dein Kunde mehr Informationen über dein Angebot. Zeige zum Beispiel auf einer Landingpage noch einmal alle Details und Vorteile zu deinem Angebot auf und räume letzte Zweifel aus dem Weg, zum Beispiel mit Case Studies zufriedener Kunden. Auch Blogartikel mit Produktvergleichen können den Usern helfen, eine Kaufentscheidung zu treffen.

Content-Formate in der Transaction Phase

Geeignete Content-Formate:

  • Case Studies
  • Bilder
  • Videos
  • Listicles
  • Blogartikel in Form von Produktvergleichen

Loyality-Phase

Dein Interessent ist zum Kunden geworden. Glückwunsch. Allerdings ist die Kundenreise an diesem Punkt nicht vorbei. Jetzt ist es wichtig, dass du ihn langfristig an dich bindest. Du kannst deinem Kunden nach dem Kauf zum Beispiel mit Anleitungen weiterhelfen, wie er dein Produkt richtig anwendet. Im Video oder mit einem How-to-Artikel. 

Content-Formate in Loyalty Phase

Geeignete Content-Formate:

  • Bilder
  • Videos
  • Anleitungen
  • Listicles
  • Case Studies
  • Umfragen

Welche Content-Formate eignen sich für Social-Media?

Auch für deine Social-Media-Kanäle eignen sich manche Content-Arten besser als andere. Die wichtigsten habe ich dir für Instagram und LinkedIn zusammengestellt:

Content-Formate für Instagram

Bei Instagram hast du mehrere Möglichkeiten, potenzielle Kunden auf dich aufmerksam zu machen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. 

  • Beitrag
  • Story
  • Reel 
  • Live


In Beiträgen kannst du deiner Zielgruppe wertvolles Wissen vermitteln, Zitate, Statements und Infografiken veröffentlichen oder Kundenreferenzen zeigen. In einer Story, die 24 Stunden sichtbar ist, kannst du etwas persönlicher werden und auch mal private Einblicke geben, die nicht für immer in deinem Feed sichtbar sein sollen. Mit Reels steigerst du auf unterhaltsame Weise deine Reichweite.

Content-Formate für LinkedIn

Im Gegensatz zu Instagram kannst du bei LinkedIn auch Longform Content posten und deinen Expertenstatus festigen, indem du tiefer in ein Thema eintauchst. So kannst du auch umfangreichere Content-Formate wie ein Whitepaper bei LinkedIn veröffentlichen. LinkedIn-Slides mit Grafiken als PDF funktionieren ausgezeichnet, wenn du deine Reichweite steigern willst. Auch gute Infografiken werden gerne über LinkedIn geteilt.

Content recyceln

Anstatt Content für jedes Format komplett neu zu erstellen, kannst du bestehenden Content recyceln und in ein anderes Format übertragen. Du hast einen Blogbeitrag geschrieben? Dann verwende einzelne Abschnitte daraus für deine nächsten Social-Media-Posts oder für ein Video. Das spart dir viel Zeit und macht deinen Content-Marketing-Prozess effizienter.

Fazit: Was macht gelungenen Content aus?

Du siehst also, es gibt viele verschiedene Content-Formate. Manche sind aufwendig in der Produktion, andere lassen sich relativ schnell erstellen. Um herauszufinden, welches Format das richtige ist, beschäftige dich mit deinem Wunschkunden. Wo steht er? Was für Inhalte erwartet er und welche Informationen braucht er, um einen Schritt weiterzugehen und zum Kunden zu werden? Und nicht vergessen: Begeistere deine Kunden auch nach dem Kauf deines Produkts oder deiner Dienstleistung mit dem richtigen Content.

Nadja Hinz
Hey, ich bin Nadja. Als Texterin und Text-Mentorin dreht sich bei mir alles um profitable Texte mit Persönlichkeit, mit denen du mehr Kunden für deine Dienstleistung gewinnst. Neben dem Schreiben gilt meine Leidenschaft alten Schwarzweiß-Filmen und allem, was knusprig und salzig ist (am besten beides gleichzeitig).
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