Erstelle deine Content-Marketing-Strategie in 6 einfachen Schritten (so wirst du sichtbar für deine Wunschkunden)

Von: Tim Gelhausen | Zuletzt aktualisiert: 27.12.22

Stell dir mal kurz vor:

Du wirst jeden Tag weiterempfohlen.

Tagtäglich flattern wie von allein Anfragen von Wunschkunden in dein Postfach.

Reichweitenstarke Medien fragen dich für Interviews an.

Und all das passiert, ohne dass du auch nur einen Cent für Werbung ausgeben musst.

Wie das funktioniert?

Mit Content-Marketing.

Genau darum geht es in diesem Artikel. Hier erfährst du:

  • Wie du in 6 Schritten deine eigene Content-Marketing-Strategie entwickelst, die rund um die Uhr Interessenten auf deine Angebote aufmerksam macht
  • Welches Content-Format das Effektivste für dich ist
  • Wie du deinen Content in einem Redaktionsplan organisierst.

Lass uns loslegen.


INHALTSVERZEICHNIS
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Was ist Content-Marketing?

Werbung kann schon echt nervig sein, oder?

  • Die Einspieler vor dem Video, das man schauen möchte
  • Die Unterbrechungen im Spielfilm
  • Die Videos auf Webseiten, die automatisch abgespielt werden …

Wenn dich all das auch nervt, dann geht es dir wohl wie den meisten.

Werbeanzeigen werden von Nutzern oft als störend empfunden. Aber gleichzeitig müssen Unternehmen ja irgendwie auf sich und ihre Angebote aufmerksam machen, um Kunden zu gewinnen.

Hmm – wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, mehr Kunden für seine Produkte zu gewinnen, ohne seinen Kunden durch nervige Werbeanzeigen auf den Keks zu gehen.

Und genau hier kommt Content-Marketing ins Spiel.

Was Content-Marketing genau ist?

Content-Marketing ist die Antwort auf die Frage: „Wie kann ich für meine Zielgruppe sichtbar werden und mehr Kunden für meine Angebote gewinnen, ohne nervige Werbung zu schalten?“

Beim Content-Marketing erstellen wir hilfreiche Inhalte für unsere Zielgruppe und verteilen diese Inhalte auf verschiedenen Plattformen – etwa auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook, YouTube oder auch auf einem Blog.

All das mit dem Ziel, sichtbar für eine bestimmte Zielgruppe zu werden, Interessenten anzuziehen und gegebenenfalls in Kunden zu verwandeln.

Hier ist ein Beispiel:

Ein Personal Trainer könnte etwa Videos auf einem YouTube-Kanal hochladen, in denen er Ernährungstipps und Sporteinheiten zum Nachmachen hochlädt. Diese Videos können andere über die Suchmaschinen Google und YouTube finden.

So erhält der Personal Trainer Sichtbarkeit.

Wenn die Zuschauer seine hilfreichen Videos schauen und dadurch Mehrwert erhalten, möchten sie womöglich näher mit dem Personal Trainer arbeiten. Gegebenenfalls buchen sie ihn für ein paar Stunden oder kaufen einen Ernährungsplan von ihm.

So gewinnt der Personal Trainer über seine hilfreichen Inhalte neue Kunden.

Genau das ist die Macht von Content-Marketing: Mit hilfreichen Inhalten weckst du Vertrauen bei deiner Zielgruppe und animierst sie so, Kunde bei dir zu werden – ganz ohne aufdringliche Werbeanzeigen.

Das sind die grandiosen Vorteile von Content-Marketing

1. Mehr Reichweite.

Das ist der Grund für Content-Marketing. Wenn du beständig Inhalte veröffentlichst – sei es auf YouTube, einem Blog, Podcast oder auf sozialen Medien –, werden neue Menschen auf dich aufmerksam.

Content-Marketing ist also eine Möglichkeit, um sichtbar für deine Zielgruppe zu werden („Brand Awareness“). Wertvollen Inhalt zu konsumieren, ist oftmals der Startpunkt der Kundenreise deiner potenziellen Kunden.

Ich mein – du liest gerade diesen Blogartikel. Dadurch lernst du mein Unternehmen und mich teilweise kennen. Vielleicht wurde dir der Artikel empfohlen, vielleicht hast du ihn über Google gefunden.

Vielleicht gefällt dir der Artikel. Vielleicht empfiehlst du ihn jemand anderem. Vielleicht wird Google den Artikel noch höher in den Platzierungen einstufen, sodass noch mehr Menschen darauf aufmerksam werden.

Und so gewinne ich jeden Tag durch Content-Marketing mehr Reichweite.

2. Beziehungsaufbau.

Wenn du deiner Zielgruppe durch deine Inhalte Mehrwert lieferst, baust du auch eine Verbindung zu ihr auf – Stichwort: Vertrauen.

Und genau dieses Vertrauen begünstigt die Kaufentscheidung. Du investierst vermutlich auch nicht gerne Geld in jemanden, dem du nicht vertraust. Wenn dir jemand aber viel Mehrwert geliefert hat, etwa durch Content-Marketing, bist du geneigter, bei dieser Person ein paar Scheinchen zu lassen.

3. Begünstigt die Kaufentscheidung.

Ich habe es gerade schon anklingen lassen, aber Content-Marketing begünstigt auch die Kaufentscheidung deiner Zielgruppe.

Wenn ich Umfragen an meiner Zielgruppe durchführe, warum sie in meine Produkte investiert haben, erhalte ich diese Antwort immer wieder: „Du hast mir so viel Mehrwert in deinem Podcast geliefert, da war mir klar, dass ich kaufe.“

Das bedeutet auch, dass du weniger aktiv verkaufen musst, weil deine Zielgruppe von sich aus bei dir kaufen möchte. Dein Content erschafft richtige Superfans für dich, die gerne kaufen.

Kurzum: Content-Marketing beantwortet für dich die Frage: Wie komme ich an Kunden?

Wenn du aktiv Content-Marketing betreibst, werden täglich neue Menschen auf dein Unternehmen (und deine Angebote) aufmerksam. Du wirst immer mehr Nachfrage erzeugen, sodass du nicht auf Kundensuche gehen musst.

Dein Content ist wie ein Sog, der deine ideale Zielgruppe anzieht.

Dass es funktioniert, erfährst du gerade am eigenen Leibe! Du liest gerade diesen Artikel, den ich geschrieben habe. Vielleicht hast du ihn über Google gefunden – und falls er dir gefällt, kaufst du vielleicht sogar etwas von mir.

Wer weiß!

4. Du wirst als Experte wahrgenommen.

Mit steigender Reichweite deines Content-Kanals wirst du über die Zeit immer mehr als Experte zu deinem Thema wahrgenommen.

Das kann auch dazu führen, dass reichweitenstarke Medien auf dich aufmerksam werden – und etwa ein Interview anfragen.

Ein Beispiel dafür ist der Bodybuilder Simon Teichmann, der auf seinem YouTube-Kanal seit Jahren Tipps zur gesunden Ernährung, Muskelaufbau und dem Abnehmen mit seinen Followern teilt. Dieser wurde im September etwa von Funk-Format „Leeroy will’s wissen“ eingeladen, um dort über Gesundheit und Ernährung zu diskutieren.

Über die Zeit hat Simon sich durch sein Content-Marketing (also seine Videos auf YouTube) einen Namen als Experte für die Themen gesunde Ernährung und Sport gemacht. Da er ebenfalls durch seinen Content eine gewisse Reichweite aufbauen konnte, wird er regelmäßig von größeren Medien nach seiner Meinung gefragt.

Er hat also seinen Expertenstatus durch Content-Marketing gestärkt.

Vorteile von Content-Marketing sind mehr Reichweite, Beziehungsaufbau, begünstigt Kaufentscheidungen und du wirst als Experte wahrgenommen

Welche Content-Formate gibt es – und welchen Content sollte ich erstellen?

Im Grunde kannst du zwischen 4 verschiedenen Content-Formaten wählen:

  1. Text (Artikel oder Beiträge auf sozialen Medien)
  2. Audio (Podcast)
  3. Video (YouTube oder Videos auf sozialen Medien, etwa Instagram Reels)
  4. Bild (Pinterest oder Instagram).
4 Content Formate sind Text, Audio, Video und Bild

In der Praxis hast du dabei immer Mischformen: Auf Instagram kombinierst du in der Regel ein Bild mit Text – auf einem Blog bettest du auch Bilder und Videos ein. Aber das sind die 4 grundlegenden Content-Formen.

Bevor wir gleich jedes einzelne Format im Einzelnen samt Vor- und Nachteilen durchgehen, möchte ich vorab die wichtigste Frage klären: Welchen Content solltest du erstellen? Und dafür solltest du dir diese beiden Fragen stellen:

1. Wie konsumiert deine Zielgruppe Content?

Mit deinem Content-Marketing möchtest du natürlich neue potenzielle Kunden auf dich aufmerksam machen. Daher solltest du dir zuerst die Frage stellen, wer deine Zielgruppe ist und wie du diese am besten erreichst.

Wenn du Handwerker erreichen möchtest, wäre ein Podcast etwa kein geeignetes Mittel. Das Thema ist zu visuell – Video würde sich besser eignen.

Unternehmer hingegen hören gerne Podcasts (was einer der Gründe war, warum ich mich für meinen Podcast entschieden habe.)

Möchtest du Autoren erreichen, stehen Blogartikel hoch im Rennen.

Über die verschiedenen Content-Formate erreichst du unterschiedliche Zielgruppen. Wie konsumiert deine Zielgruppe Content? Schaut sie überwiegend Videos? Lesen sie gerne Artikel? Das ist ein wichtiger Faktor für deine Content-Marketing-Strategie.

2. Welche Art von Content kannst du beständig erstellen?

Ich mache schon seit mehreren Jahren aktiv Content-Marketing und kann dir versichern: Die beste Content-Marketing-Strategie nutzt dir nichts, wenn du sie nicht durchhalten kannst. Früher oder später wird die Überwindung so groß, dass du abbrichst.

Das ist mit dem Abnehmen vergleichbar: Wie effektiv ist eine Diät, wenn man sie nicht dauerhaft durchhalten kann? Gar nicht – denn du nimmst wieder zu. Auf Dauer nimmst du nur ab, wenn du deine Ernährung so umstellst, dass du dich auch Ewigkeiten an sie halten kannst.

Wenn du keinen Spaß am Schreiben hast, dann ist ein Blog das falsche Medium für dich. Auch, wenn du dort deine Zielgruppe theoretisch am besten erreichst. Ich habe von Kolleginnen auch oft gehört, dass sie keine Lust auf einen YouTube-Kanal haben, weil sie sich nicht jedes Mal „Kamera fertig“ schminken wollen.

Der ideale Content-Kanal für dich liegt also in der Schnittmenge dieser beiden Fragen: Welche Art Content kannst du beständig erstellen und über welchen Content erreichst du deine Zielgruppe am besten?

Dem voraus schauen wir uns nun die einzelnen Content-Formate an, damit du entscheiden kannst, welches am besten zu dir passt.

Text-Content: Ergibt ein Blog Sinn für dich?

Text (Blog) ist ein Content Format

Das Medium „Text“ umfasst alles, was primär im geschriebenen Wort stattfindet. Auf Facebook kannst du auch Videos posten, aber Texte machen dort den Großteil aus – daher ordne ich es unter „Text“ ein.

Die Mutter jedes Text-Contents ist ein Blog – genauer: Artikel auf einem Blog. Also genau das, was du gerade liest.

Wieso ich mich unter anderem für einen Blog entschieden habe? Nun …

Vorteile von Blogs.

1. Ein Blog liefert langfristig Traffic. Den Artikel, den du gerade liest, wird mir über Monate und Jahre Traffic generieren. Jeden Tag suchen Menschen in Google nach Lösungen zu ihren Problemen.

Jeden Tag habe ich also durch schriftlichen Content die Möglichkeit, neue Menschen auf mich aufmerksam zu machen. Jeden Tag ploppen meine Artikel in der Suchmaschine auf. Einmal geschrieben, hat jeder Blogbeitrag das Potenzial, mir über Jahre hinweg Kunden zu generieren.

Ein Blog ist also langlebig, statt schnelllebig. Ein Beitrag auf Instagram etwa liefert dir für 1-2 Tage Aufmerksamkeit – danach versinkt er in der Bedeutungslosigkeit.

2. Ein Blog kann einfacher ausgelagert werden. Auf meinem Blog findest du Artikel mehrerer Autoren, nicht nur von mir. Text-Content kannst du leichter an Mitarbeiter und Freelancer auslagern, da im Text nicht viel Gestik oder Mimik sichtbar wird. Hier geht es eher um die Information.

Vergleiche das mal mit einem Podcast: Den kannst du nicht ohne Weiteres an einen Mitarbeiter oder Freelancer auslagern. Der Podcast ist ein Medium, das wesentlich persönlicher ist. Wenn du deine Podcasts an jemand anderen auslagerst, zucken deine treuen Hörer vermutlich einmal wild mit den Augenbrauen.

3. Du musst dich nicht zeigen. Das ist ein überraschend wichtiger Punkt für viele, die mit Content-Marketing starten wollen. Für einen Blog musst du dir keine Kamera ins Gesicht halten – nicht mal sprechen. Das macht es zwar unpersönlicher, dafür aber angenehmer zu produzieren.

Falls du also introvertiert bist und dein Gesicht nicht zeigen möchtest, könnte ein Blog der perfekte Content-Marketing-Kanal für dich sein.

Fun Fact: Eine weibliche Bloggerin hatte jahrelang ihre Texte unter männlichen Pseudonym veröffentlicht, bis sie eines Tages in einem Blogbeitrag aufdeckte, dass sie in Wahrheit eine Frau ist.

Obwohl sie einen reichweitenstarken Blog aufgebaut hatte, wusste niemand, dass sie eigentlich eine Frau ist. Du siehst: Wenn du einen Blog betreibst, kannst du auch anonym bleiben, wenn du möchtest.

Nachteile von Blogs.

1. Es dauert, bis du Reichweite erhältst. Ja, ein Blog liefert langfristig Traffic, aber es dauert auch einige Zeit, bis du nennenswerten Traffic von Google erhältst. Deine Artikel klettern über die Zeit nach und nach im Ranking nach oben. Je besser dein Ranking in der Suchmaschine, desto mehr Klicks erhältst du auch.

Das kannst du dir wie eine Fußbodenheizung vorstellen: Es dauert, bis es warm wird, aber wenn sie warm ist, fühlt es sich gut an.

Wenn du einen Blog aufbaust, dann sei dir dessen bewusst: Es dauert 6-12 Monate, bis du erste Ergebnisse siehst. Vorausgesetzt, du veröffentlichst regelmäßig wertvollen Content.

2. Es kann schnell technisch werden. Es ist leider nicht damit getan, einfach nur Artikel über irgendwelche Themen zu veröffentlichen. Du musst deine Nische finden und über lange Zeit SEO-optimierte Texte schreiben – also Texte, die Google als Suchmaschine als wertvoll einstuft.

Du wirst dich also zwangsweise mit Themen wie Suchmaschinenoptimierung, Plug-ins, WordPress und dergleichen befassen müssen. Auch solltest du die regelmäßigen Updates von Google auf dem Schirm haben, die deine Rankings in der Suchmaschine ordentlich durchrütteln können.

Wenn du Content-Marketing auf Textbasis erfolgreich durchziehen möchtest, musst du auch nach den Regeln von Google spielen. Und das kann ziemlich komplex werden.

3. Der Traffic versiegt, wenn du nicht dranbleibst. Es entstehen jeden Tag neue Artikel von vielen anderen Anbietern – auch von deiner Konkurrenz. Jeden Tag wird die Reihenfolge der Rankings neu gemischt, weil Google regelmäßig die besten Artikel auf den oberen Plätzen ranken möchte.

Das heißt auch, dass du dich auf einmal erfolgreichen Artikeln nicht ausruhen darfst – denn andernfalls wachst du eines Tages auf und merkst, dass dein Traffic über die Zeit immer weniger wurde, weil deine Artikel nicht mehr weit oben ranken.

Um deine Rankings zu halten und zu optimieren, musst du regelmäßig deine Artikel updaten und auch neuen Inhalt veröffentlichen, damit Google sieht, dass es dir ernst ist. Brechen deine Rankings einmal ein, kann es schwierig werden, diese wieder aufzubauen.

Vor- und Nachteile vom Medium Text

Audio-Content: Solltest du einen Podcast starten?

Audio ist ein weiteres Content Format

Ich bin großer Fan von Podcasts. Unschwer daran zu erkennen, dass ich selbst einen Podcast habe – und auch einen ausführlichen Podcast-Erfahrungsbericht veröffentlicht habe.

Meine Wahl fiel auf einen Podcast, weil ich damit schnell starten konnte und ich vermutete, dass meine Zielgruppe gerne Podcasts hört. Aber ein Podcast hat noch weitere Vorteile:

Vorteile von Podcasts.

1. Leicht zu produzieren. Du brauchst ein Mikrofon – das wars. Niemand kann dich sehen. Du musst dich nicht für die Kamera herrichten.

Du brauchst nicht mal eine schallabsorbierende Umgebung für bessere Tonqualität. Im Notfall kannst du dir einfach eine Decke um das Mikrofon legen oder dich vor den Kleiderschrank setzen. Das sorgt für klaren Ton.

Das meine ich übrigens ernst: Da dieses Format rein auditiv ist, sieht ja niemand, dass du bei der Aufnahme vielleicht vor geöffnetem Kleiderschrank sitzt, um deinen Ton zu optimieren.

Viel einfacher geht es wirklich nicht: Mikrofon an, aufnehmen.

2. Treue Hörerschaft. Ein Podcast ist ein intimes Medium. Du bist direkt mit deiner Stimme im Kopf deiner Kunden. Das baut schnell eine tiefe Beziehung auf, sodass eine treue Hörerschaft entsteht.

Es ist nicht unüblich, dass viele deiner Zuhörer alle deiner Episoden konsumieren – und sogar anfangen, alte Episoden zu hören. Ein Podcast macht aus Interessenten echte Superfans.

3. Die Zuhörer sind kaufkräftig. Podcast-Hörer sind im Schnitt gebildeter und meistens Apple-Kunden, was eine erhöhte Kaufkraft nahelegt.

4. Podcasts sind einfach zu konsumieren. Da du bei einem Podcast kein Video benötigst, können deine Zuhörer deine Inhalte fast überall konsumieren. Beim Aufräumen, Laufen, im Fitnessstudio – du bist ihr ständiger Begleiter.

Das kann ein Blog oder Video nicht leisten, denn diese Medien bedingen, dass der Konsument volle Aufmerksamkeit darauf richtet. Du kannst aber einen Podcast hören und dabei problemlos etwas anderes tun.

Nachteile von Podcasts.

1. Kann nicht weiterverarbeitet werden. Ein YouTube-Video kannst du in mehrere, kurze Schnipsel schneiden und diese als Short oder als Reel auf Instagram posten. Du kannst ein Video also leicht für andere Social-Media-Plattformen verwerten.

Das geht bei einem Podcast nicht.

Hier fehlt die Video-Komponente, die du für die meisten Plattformen benötigst. Ein Podcast funktioniert nur als Podcast. Leider!

2. Du wächst nur schleppend. Ein Podcast wächst maßgeblich über Empfehlungen und aktives Marketing, also etwa bezahlte Werbeanzeigen. Das heißt: Wenn andere dich nicht aktiv weiterempfehlen und/oder du aktiv Werbung für deinen Podcast machst, steigen die Downloadzahlen nur schleppend.

Bei einem YouTube-Kanal oder Blog sieht das anders aus: Da liefern dir die Suchmaschinen, YouTube und Google, aktiv Traffic. Dort werden Menschen, die dich noch nicht kennen, oft zufällig auf deinen Kanal oder Blog aufmerksam.

Etwa, indem die Nutzer aktiv nach einem Keyword suchen oder indem deine Videos zufällig auf der Startseite der Nutzer angezeigt wird. Den Luxus hast du bei einem Podcast nicht. Das bedeutet auch …

3. Reichweitenaufbau hält sich in Grenzen. Eben weil ein Podcast primär über Weiterempfehlungen wächst, wirst du keine beständigen Sprünge in deiner Sichtbarkeit sehen. Ein Podcast ist effektiv darin, eine Beziehung zu der Zielgruppe aufzubauen – aber nicht der beste Kanal, um ständig neue Menschen auf dich aufmerksam zu machen.

Vor- und Nachteile von Audio Content

Video-Content: die beste Content-Marketing-Strategie?

Video Content

YouTube, Facebook, Instagram, TikTok – Video wird immer populärer und fast jede Social-Media-Plattform ermöglicht dir als Ersteller, Video-Inhalte zu produzieren.

Klingt doch grandios! Sollte unser aller Content-Marketing also auf Video aufbauen?

Vorteile von Videos.

1. Kann weiterverarbeitet werden. Angenommen, du baust dir einen YouTube-Kanal auf – dann kannst du die Inhalte für diesen Kanal problemlos für andere Social-Media-Plattformen verwenden.

Ein 12-minütiges-Video für YouTube kannst du in mehrere kurze Videoschnipsel schneiden (lassen). Und so hast du direkt Content für TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts.

Das ist der größte Vorteil von Video-Content. Er ist vielseitig verwendbar. Damit steigerst du deine Reichweite massiv, weil du mit einem Stück Content viele Plattformen bespielen kannst.

2. Starker Beziehungsaufbau. Ein Text kann anonym wirken. Ein Video hingegen, in dem die Zuschauer deine Stimme hören und Gesicht sehen, schafft sofort eine Verbindung.

Die Zuschauer können deine Mimik und Gestik sehen – und sich damit in wenigen Sekunden ein Bild von dir als Person machen. So baust du unter Umständen schnell Vertrauen auf, wodurch das Kaufinteresse deiner Zuschauer steigt.

3. Videos liefern langfristig Traffic. Wenn wir von YouTube ausgehen, dann kannst du jedes Video wie eine kleine, digitale Immobilie betrachten, aus der du jeden Monat geringe Mieteinnahmen schöpfst.

Auch die Videos, die du vor mehreren Monaten aufgenommen hast, liefern dir auch in Zukunft noch wertvollen Traffic. Das ist die Magie der Suchmaschine: Sucht heute jemand nach einem Begriff in YouTube, kann dein Video als Vorschlag angezeigt werden – auch, wenn es schon Jahre alt ist.

Nachteile von Videos.

1. Videos sind aufwendiger zu produzieren. Das ist zwar der einzige Nachteil, dafür aber ein großer. Für jedes Video musst du die Kamera anschalten – und je nachdem, wie wichtig es dir ist, wie du als Person wahrgenommen wirst, musst du dich jedes Mal vorher herrichten.

Und was sehen die Zuschauer eigentlich im Hintergrund? Ist der aufgeräumt?

Oh – das Video muss ja auch noch geschnitten werden. Yikes!

Du siehst: Video-Content lohnt sich, aber wenn du es richtig machen willst, musst du viel Zeit in deine Videos investieren. Verglichen mit einem Podcast ist Video-Content viel aufwendiger zu produzieren.

Vor- und Nachteil von Video Content

Bild-Content: Liegt die Zukunft bei Pinterest und Co.?

Bild als Content Format

Wohlgemerkt: Es gibt kaum eine Plattform, die rein auf Bild-Content setzt. Meist werden Bilder immer noch von Text begleitet – oder die Plattform setzt auch auf Videos, wie etwa Instagram.

Pinterest ist die größte Plattform, die primär auf Bilder als Content setzt.

Vorteile von Bild-Content.

1. Weniger Konkurrenz. Bild-Content wird oft unterschätzt, da es eine Nischenform des Content-Marketings ist. Die meisten setzen dann doch auf Blog, Podcast oder YouTube. Aber genau das kann eine große Chance sein.

Auf Plattformen wie Pinterest tummeln sich noch nicht so viele Nutzer, wie etwa auf YouTube. Das heißt für dich: weniger Konkurrenz.

2. Kann anderen Content anreichern. Ich würde nicht auf Bild-Content allein setzen, aber in Kombination mit anderen Content-Marketing-Kanälen, können Bilder / Grafiken ihre wahre Macht entfalten.

Ein Blogpost kann durch Bilder aufgewertet werden, wodurch er gegebenenfalls im Google-Ranking steigt. Ein YouTube-Video kannst du durch gezielte Einblendungen und Illustrationen visuell aufwerten, sodass du aus der Masse herausstichst.

Bilder, die du für Pinterest erstellst, kannst du gegebenenfalls auch auf deinem Instagram-Profil teilen. Du siehst: In Kombination mit anderen Plattformen kann eine Content-Marketing-Strategie, die auf Bildern beruht, Sinn ergeben.

Nachteile von Bild-Content.

1. Der Beziehungsaufbau ist gering. Hinter einem Bild steckt wenig Persönlichkeit, sofern es sich nicht um dein Instagram-Profil handelt. Die Nutzer interessieren sich häufig eher für den Inhalt des Bildes, statt für den Ersteller. Vor allem, wenn wir uns Pinterest anschauen.

Daher kann es schwierig werden, eine treue Gemeinschaft aufzubauen.

2. Traffic ist oft gestreut. Ich habe schon mehrfach von Kollegen gehört, dass ihre Infografiken auf Pinterest viral gehen – und eine Menge Reichweite gewinnen. Klingt doch grandios, oder?

Nun – auf Anhieb schon, aber zur Wahrheit gehört auch, dass diese Reichweite oft nicht verwertet werden kann. Infografiken und Bilder werden gerne geteilt – etwa in Facebook-Gruppen oder persönlich –, aber hier hast du wenig Kontrolle, wer deine Inhalte sieht.

2-Millionen Aufrufe bringen auch nichts, wenn am Ende niemand deiner E-Mail-Liste beitreten oder etwas von dir kaufen will.

Vor- und Nachteile von Bild Content

Erstelle deine Content-Marketing-Strategie in 6 Schritten

Okay – jetzt geht es ans Eingemachte. Lass uns zusammen in 6 Schritten deine Content-Marketing-Strategie erstellen. So geht’s:

1. Definiere dein Endziel.

Bevor du Content erstellst, muss diese Frage geklärt sein: Was willst du mit deinem Content-Marketing am Ende des Tages erreichen?

Möchtest du deinen Online-Kurs verkaufen? Oder Beratungsgespräche generieren? Neue Abonnenten für deinen Newsletter gewinnen?

Es ist nicht umsonst eine Content-Marketing-Strategie. Dein Content sollte also ein bestimmtes Ziel verfolgen und die Kundenreise konkret unterstützen.

Hier ein Beispiel: Wenn du am Ende des Tages durch Content-Marketing mehr deiner DIY-Bastelanleitungen verkaufen möchtest, wäre ein Podcast ungeeignet, da es sich dabei um ein visuelles Thema handelt.

Also: Was soll dein Content für dich erreichen?

2. Erhalte Klarheit über deinen Kundenavatar.

Du erstellst den Content für deine Kunden – das heißt, du musst deinen Kundenavatar genau kennen.

Lesen deine Kunden gerne Blogartikel?
Hören sie lieber Podcasts?
Oder verbringen sie viel Zeit auf YouTube?

Du möchtest natürlich nicht in einem leeren Teich fischen – daher finde heraus, wo sich deine Zielgruppe aufhält. Wenn du sie primär über LinkedIn erreichst, dich aber für einen Instagram-Kanal entscheidest, wird deine Content-Marketing-Strategie nicht aufgehen.

  • Wie konsumiert deine Zielgruppe am liebsten Content?
  • Welche Inhalte erstellst du gerne?
  • Welche Art von Content kommt bei deiner Zielgruppe gut an?

3. Wähle deine Content-Marketing-Plattform.

Erst jetzt wählst du den Kanal, auf dem du deinen Content publizieren möchtest. Wie du schon weißt, bietet jede Plattform Vor- und Nachteile. Welche Plattform du wählst, auf der du primär deinen Content veröffentlichst, hängt von 2 Fragen ab:

  • Wie erreichst du deine Zielgruppe am besten?
  • Welche Art von Content kannst du auf Dauer produzieren?

An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass Content-Marketing nur langfristig funktioniert. Das heißt, dass du über lange Zeit kontinuierlich und geduldig dranbleiben musst, um in Genuss all der Vorteile – Sichtbarkeit, Vertrauensaufbau, Kundengewinnung –, zu kommen.

Warum ich das erwähne?

Wenn du dir das bewusst machst, erkennst du, wie wichtig es für dich ist, dass du einen Content-Kanal wählst, den du auch gerne bespielst. Denn am Ende des Tages ist nichts gewonnen, wenn du zwar auf dem optimalen Kanal Content produzierst, du aber aufhörst, weil es dir einfach keinen Spaß macht.

Ich habe mich etwa damals für einen Podcast entschieden, weil ich wusste, dass ich das lange Zeit durchhalten kann. Das war der entscheidende Faktor.

4. Erstelle einen Redaktionsplan.

Sobald du dich für ein primäres Medium entschieden hast (Video, Audio oder Text), geht es daran, einen Redaktionsplan zu erstellen. Das kannst du zu Beginn rudimentär in einer Excel-Tabelle oder einem Google-Spreadsheet abbilden.

Die Ziele für diesen Schritt sind:

  • Frequenz bestimmen: Wie häufig pro Woche möchtest du Content veröffentlichen?
  • Veröffentlichungstag und -Uhrzeit festlegen: Wann soll auf welcher Plattform dein Content erscheinen?
  • Die ersten oder nächsten 10 Episoden planen: Zu welchem Thema möchtest du Content veröffentlichen?

Auch hier möchte ich dir einige Tipps aus meiner Erfahrung mitgeben: Wähle eine Frequenz, die du durchhalten kannst – nicht eine, die du als „optimal“ empfindest.

Ich habe mich dazu entschlossen, 2 Podcast-Episoden pro Woche zu veröffentlichen: Dienstag und Freitag um 06:00 Uhr morgens. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, 3 oder 4 Episoden wöchentlich zu produzieren, habe mich aber dagegen entschieden, weil ich nicht sicher sein konnte, dass ich das durchhalte.

Ein weiterer Tipp aus der Praxis: Plane mindestens 10 Stücke Content im Voraus.

Wenn du dich dazu entschieden hast, regelmäßiges Content-Marketing zu betreiben, wird es regelmäßig zu solchen Situationen kommen: Es ist Montagabend. Dienstagmorgen sollte eigentlich dein nächster Podcast online kommen, aber du hast noch nichts aufgenommen.

Entweder, du machst dann Überstunden oder lässt eine Woche ausfallen.

Beides nicht ideal.

Ich habe mir daher angewöhnt, nicht nur eine Episode im Voraus zu denken, sondern eher 10. Ich habe immer Notfall-Ideen für Podcasts notiert, damit ich niemals in die Situation gerate, keinen Content aufnehmen zu können.

Wie ich mich genau organisiere – und wie mein Redaktionsplan aussieht – dazu gleich mehr.

Plane zunächst deine ersten 10 Episoden.

5. Produziere regelmäßig Content.

Und das klingt einfacher, als es ist.

Ich wiederhole mich, wenn ich sage: Content-Marketing funktioniert nur auf lange Sicht. Content-Marketing ist nichts, was man „nebenbei ein wenig“ macht. Auch hier kann ich dir aus Erfahrung folgende Tipps mitbringen:

1. Produziere im Voraus. Ich habe für den Notfall immer ein paar Podcast-Episoden oder Newsletter, auf die ich zurückgreifen kann, sollte ich wegen Krankheit ausfallen.

2. Arbeite mit Thementagen. Bei mir ist jeder Mittwoch Content-Tag. Hier nehme ich den Content für meinen Podcast. Das hat auch den großen Vorteil, dass ich mehrere Episoden an einem Tag aufnehme. Dadurch muss ich nur einmal das Set-up aufbauen – und ich produziere direkt im Voraus auf Halde.

3. Starte mit einer Challenge. Wie ich diese Worte schreibe, befinde ich mich gerade in der „NaNoWriMo-Challenge“. Kurz gesagt: Ich habe das Ziel, in einem Monat 50.000 Worte zu schreiben. So entsteht extrem viel Blog-Content, da ich jeden Tag schreibe, um das Ziel zu erreichen.

Falls du etwa einen YouTube-Kanal startest – wie wäre es mit einer 100 Videos in 100 Tagen Challenge?

Der Vorteil daran ist, dass du dich so schnell daran gewöhnst, den Content zu erstellen – und es zur Routine wird.

3 Tipps, um regelmäßig Content zu produzieren

Genau das ist das Stichwort: Routine. Für eine funktionierende Content-Marketing-Strategie muss Content zur Routine werden.

6. Content bewerben.

Schon mal vom „spray and pray“-Ansatz gehört?

„Spray and pray“ bedeutet, dass Content-Ersteller einfach viel Content produzieren („spray“) und dann hoffen („pray“), dass dieser Content schon irgendwie Kunden an Land zieht.

Das funktioniert leider nicht.

Jedenfalls nicht sonderlich gut.

Dein Content erreicht viel mehr Menschen, wenn du ihn aktiv auf all deinen Kanälen bewirbst.

Sobald du deinen Podcast (Beispiel) veröffentlicht hast, solltest du ihn idealerweise auf deinen Social-Media-Plattformen oder in deinem Newsletter bewerben. So werden mehr Menschen darauf aufmerksam, wodurch dein Podcast in den Charts weiter nach oben klettert.

Liste einmal alle Kanäle auf, die dir zur Verfügung stehen:

  • LinkedIn
  • Instagram
  • Facebook
  • TikTok
  • Newsletter.

Auf welchen deiner Kanäle kannst du deine Follower auf deinen Content aufmerksam machen?

Für wichtigen Content kannst du sogar überlegen, bezahlte Anzeigen zu schalten, um Menschen außerhalb deiner Follower darauf aufmerksam zu machen.

Hier habe ich dir die 6 Schritte zu deiner Content-Marketing-Strategie noch einmal zusammengefasst:

Die 6 wichtigsten Schritte einer Content Marketing Strategie

Veröffentlichen und Verwalten von deinem Content: So behältst du den Überblick

Content-Marketing kann schnell chaotisch werden, wenn du kein Organisationssystem hast. Wie versprochen, möchte ich dir noch einen Einblick verschaffen, wie ich meinen Content organisiere.

Um den Überblick über meine Podcast-Episoden zu behalten, nutze ich Trello. Das ist eigentlich ein Projektmanagement-Tool, aber die Kanban-Ansicht eignet sich ideal, um einen Content-Marketing-Kanal zu organisieren.

In dem folgenden Video erkläre ich dir in Kürze, wie ich dabei vorgehe:

Falls du kein Video schauen kannst oder möchtest:

Hier siehst du eine vereinfachte Beispiel-Ansicht, wie ich meinen Podcast in Trello organisiere.

Trello Board zur Podcast Planung - von der Ideensammlung, über aufgenommene Episoden, bis hin zu veröffentlichten Episoden.

Ich bilde also auch meinen Redaktionsplan in Trello ab. Hier habe ich eine Übersicht über alle Inhalte, die ich produziere.

Jeder Content-Marketing-Kanal hat ein eigenes Trello-Board mit mindestens 4 Spalten:

1. Ideenkiste. Hier sammle ich alle Ideen für einen potenziellen Podcast. Selbsterklärend.

2. Als nächstes aufnehmen. Das sind die Episoden, die ich als nächstes aufnehmen werde. Wenn die Karten in dieser Spalte sind, erstelle ich ein Aufnahmeskript.

3. Ist aufgenommen. Sobald ich die Episoden aufgenommen habe, lade ich sie in Google-Drive hoch. Von dort aus können sie weiterverarbeitet und hochgeladen werden.

4. Ist hochgeladen. Das ist die Endstation. Hier sammle ich alle Episoden für einen einfachen Überblick. Episoden in dieser Spalte können nun beworben werden, etwa über Social-Media oder den Newsletter.

Projektmanagement-Tools wie Trello arbeiten mit Karten in Spalten. Bei mir erhält jede Episode eine eigene Karte. In dieser Karte schreibe ich auch mein Skript und hinterlege alle notwendigen Informationen – etwa das Veröffentlichungsdatum, Titel der Episode oder sogar das Thumbnail für YouTube, falls ich einen Video-Podcast aufnehme.

Dieses Vorgehen hat sich für mich bewährt. So organisiere ich seit über 3 Jahren meinen Podcast in Trello – und das klappt hervorragend.

Okay, gehen wir von der Theorie in die Praxis. Wie sieht das bei mir hinter den Kulissen aus?

Ich arbeite mit einer virtuellen Assistentin in dem Trello-Board zusammen. Die virtuelle Assistenz übernimmt alle Aufgaben, die anfallen, nachdem ich die Podcast-Episode aufgenommen habe. Sprich:

  • Shownotes schreiben
  • Den Podcast beim Hoster hochladen
  • Die Episode ggf. schneiden
  • Ein Thumbnail für YouTube erstellen, falls wir einen Video-Podcast aufgenommen haben.

Jeder Podcast hat seine eigene Karte, in der alle Informationen hinterlegt sind. So sieht eine fertige Karte aus:

Beispiel einer fertigen Trello Podcast Karte mit Titel, Thumbnail und Veröffentlichungsdatum

Sobald ich mich dazu entschlossen habe, eine neue Episode aufzunehmen, erstelle ich ein grobes Skript für die Episode. Sobald dieses Skript geschrieben ist, nehme ich die Episode auf.

Ist die Episode aufgenommen, verschiebe ich sie in die entsprechende Spalte in Trello und markiere meine virtuelle Assistenz. Diese hat eine Checkliste mit Aufgaben, die sie jetzt abarbeitet, um die Episode über meinen Hoster zu veröffentlichen.

Hier siehst du, wie es in der Trello-Karte aussieht:

Trello Karte für Podcast Episode mit Episodentitel, Veröffentlichungsdatum, Skript, Thumbnail und finalen Shownotes

Ich schreibe das Skript (logisch: Ich muss die Episode ja auch aufnehmen) und gebe der Episode einen Titel. Das war es aber auch – den Rest übernimmt meine Assistenz.

Das heißt: Sie schreibt anschließend mithilfe des Skripts Shownotes, erstellt ein Thumbnail und lädt die Episode bei den entsprechenden Hostern hoch. In meinem Fall Podigee für den Podcast und bei YouTube für die Video-Version.

Und das ist die ganze Magie. Simpel, aber funktioniert. Daher empfehle ich dir, deinen Redaktionsplan direkt in einem Tool wie Trello oder Asana abzubilden. Mit dem Spalten- und Kartensystem, das ich dir gezeigt habe, läuft die Content-Produktion wie am Fließband ab.

Erfolgreiche Content-Marketing-Beispiele

Dass Content-Marketing funktioniert, merkst du selbst in der Praxis. Wenn du mal dein Kaufverhalten reflektierst, wirst du sicher feststellen, dass du häufig bei den Marken kaufst, die dir vorher auf irgendeine Art und Weise Mehrwert geliefert haben.

Über ihren Content wirst du auf sie aufmerksam – und kaufst am Ende des Tages bei der Marke.

Content-Marketing-Beispiel: Liebscher und Bracht

Frage: An wen denkst du, wenn ich „Schmerzen“ sage?

Vermutlich wie ich an die Schmerzspezialisten Liebscher & Bracht, die mit ihren aktuell knapp 1,8 Millionen Abonnenten auf YouTube Content rund um das Thema Schmerzbehandlung veröffentlichen – und das seit über 6 Jahren.

Auszug aus der Liebscher & Bracht Website

Durch ihren kostenlosen Content haben sie eine gigantische Reichweite aufgebaut und sich als Anlaufstelle Nummer 1 zum Thema „Schmerzen loswerden“ positioniert.

Tatsächlich habe ich selbst vor Kurzem noch Produkte von Liebscher und Bracht gekauft, da ich vom Sport Schmerzen im Handgelenk hatte. Mein erster Gedanke war sofort: „Liebscher und Bracht haben sicher Videos dazu.“

Ich gehe also auf YouTube, durchforste die Videos von Liebscher und Bracht und finde eines, das mir Übungen zeigt, um meine Schmerzen zu lindern. Darin wurden ihre eigenen Produkte beworben, die ich dann auch gekauft habe.

Du siehst: Content-Marketing funktioniert.

Beispiel: ThriveThemes

Eine Marke, die mich durch ihren Content schon lange Zeit begleitet, ist ThriveThemes.

Ein Unternehmen, das Plug-ins für WordPress herstellt. Plug-ins, die dir dabei helfen sollen, dein Online-Business aufzubauen.

Wenn du auf die Homepage von ThriveThemes gehst, wird dir der Reiter „Learn“ auffallen. Wenn du diesen ausklappst, findest du ihren gigantischen Blog, auf dem seit mehreren Jahren regelmäßig neue Inhalte erscheinen.

Ausführlicher Blog auf der ThriveThemes Website

Auf diesem Blog findest du Unmengen an genialen Inhalten, die dich auf deinem Weg als Online-Kurs-Ersteller unterstützen.

Noch wichtiger ist allerdings die sogenannte „Thrive University“.

Das ist eine Art gratis Mitgliederbereich, in dem du Video-Tutorials zu den verschiedensten Inhalten findest:

Und noch viele, viele mehr.

In deer Thrive University findet man mehrere kostenlose YouTube Videos zu verschiedensten Inhalten, wie zum Beispiel "How to build a business website in a weekend"

In den Tutorials der Thrive University erfährst du, wie du die Plug-ins des Unternehmens arbeitest – und das macht die Content-Marketing-Strategie von ThriveThemes so genial.

Nicht nur, dass sie dadurch extreme Reichweite aufbauen – sie verkaufen gleichzeitig noch ihre Produkte, ohne aufdringlich zu wirken.

In den Anfangszeiten meiner Laufbahn als Unternehmer habe ich viel Zeit in der Thrive University verbracht – und 3-Mal darfst du raten, mit welchen Tools ich meine Landing Pages gebaut habe.

Genau: dem Plug-in von ThriveThemes.

Ein grandioses Beispiel für eine Content-Marketing-Strategie, die aufgeht. Es hat sicherlich Jahre und viele Mühen gekostet, den Content zu erstellen – aber jetzt ist er da und sorgt dafür, dass jeden Tag neue Menschen auf die Produkte von ThriveThemes aufmerksam werden.

Beispiel: Ich selbst?!

Ich bin mal so vermessen und nehme mich selbst als Beispiel, da ich hier natürlich am besten über Strategie und Intention berichten kann.

(Ob es ein gutes Beispiel wird, das können andere beurteilen.)

Meine Content-Marketing-Strategie.

Ich habe 2019 meinen Podcast aus 2 Gründen ins Leben gerufen:

  1. Ich wusste, dass ich beständig Content für einen Podcast erstellen kann. Wie du aus dem Artikel schon weißt, funktioniert Content-Marketing nur auf lange Sicht. Daher habe ich mir von Anfang an die Frage gestellt, welchen Content-Kanal ich auch über Jahre regelmäßig bespielen kann.

Die Antwort: Einen Podcast. Bei Video-Content war ich mir nicht sicher, ob ich das auf lange Sicht regelmäßig Zeit dafür finde.

  1. Meine Zielgruppe hört Podcasts. Ich wusste, dass viele Unternehmer und Selbstständige gerne Podcasts hören, weil sie es mit anderen Aktivitäten verbinden können. Einen Podcast kannst du beim Sport oder unterwegs konsumieren – Videos nicht.

Da Unternehmer immer Interesse haben, das Meiste aus ihrer Zeit herauszuholen, sind viele von ihnen Podcast-affin.

Somit ergab ein Podcast absolut Sinn für mich.

Übrigens: Nach über 300 Episoden habe ich einen Erfahrungsbericht über das Podcasten veröffentlicht, den du dir hier anschauen kannst:

Mein Ziel mit Content-Marketing.

Ich habe damals einen Content-Kanal gestartet, weil ich wusste: In ein paar Jahren werde ich mir verdammt dankbar dafür sein. Ich wollte neben bezahlten Werbeanzeigen einen Weg, um Traffic zu generieren.

Der Podcast sollte mir also Reichweite und Kunden bescheren – und das tut er auch. Wenn ich meine Online-Kurse launche, erhalte ich immer wieder E-Mails von Kunden, in denen sinnstiftend steht: „Ich höre schon so lange deinen Podcast und wusste: Ich muss bei dir kaufen!“

Ein Podcast weckt also Kauflaune.

Was mir aber aufgefallen war: Die Reichweite von einem Podcast wächst nur schleppend. Einfach nur mehr Episoden zu produzieren, reicht nicht. Ich wollte noch einen Weg, um mehr Reichweite zu generieren.

Also habe ich angefangen, beim Podcasten die Kamera anzuschalten, um direkt Video-Content zu produzieren, den ich dann auf YouTube hochladen kann.

Thumbnail von einer Podcast Episode für meinen Youtube Kanal

Geboren war der Video-Podcast.

So kann ich eine gigantische Suchmaschine – YouTube – mit Content füttern, um noch mehr Menschen zu erreichen. Der Mehraufwand ist minimal.

(Übrigens: Einfach nur die MP3-Version mit einem Audiogramm bei YouTube hochzuladen, funktioniert nicht. Das erkennt YouTube und mag es gar nicht. Vermutlich, weil es kein „echter“ Video-Content ist.)

Dir wird aber sicher nicht entgangen sein, dass ich mittlerweile sogar einen Blog gestartet habe – ich mein, immerhin liest du gerade einen Artikel von mir.

Warum ich das getan habe?

Nun – ich bin froh, einen erfolgreichen Podcast zu haben. Keine Frage. Das war eine der besten Business-Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe.

Aber nach über 3 Jahren Podcasting ist mir aufgefallen, dass ein Podcast eher ein Tool zum Beziehungsaufbau statt Reichweitenaufbau ist.

Podcast-Hörer sind treu, kaufstark und auch schnell bereit zu kaufen – aber wie ich schon sagte, wächst ein Podcast nur schleppend – vor allem, wenn er so nischig ist wie meiner.

Ich wollte also noch eine nachhaltige Traffic-Quelle, über die jeden Tag neue Menschen auf mich aufmerksam werden.

Geboren war der Blog.

Ein Blog ist ein unheimlich potenter Content-Marketing-Kanal. Hier erhältst du über die Zeit viel Reichweite – es braucht nur ein paar Jahre, bis er so richtig an Fahrtwind aufnimmt.

Aber wenn dein Blog erst einmal läuft, generiert er jeden Tag neue Reichweite für dich.

Okay, aber wie wird daraus eine Content-Marketing-Strategie?

Ich bespiele also einen Podcast, YouTube und einen Blog. Wie die Kanäle zusammenarbeiten, fragst du dich?

Oft erstelle ich SEO-optimierten Content für den Blog. Beispielsweise dieser Artikel – den schreibe ich einerseits, weil ich das Thema Content-Marketing spannend finde. Andererseits suchen auch viele Menschen danach in Google.

Aus dem Artikel wird dann oftmals eine Podcast-Episode – ich mein: Den Blog-Content kann ich ja als eine Art Podcast-Skript nutzen. So spare ich mir Zeit und verteile meinen Content auf vielen Plattformen gleichzeitig.

Genau so funktioniert es auch andersherum: Manchmal starte ich mit einer Podcast-Idee, die dann später auch in einen Artikel für meinen Blog verwandelt wird. Dafür nehme ich das Skript, das ich für den Podcast schreibe und nehme es als Grundgerüst für einen neuen Artikel.

Du siehst: Meine Content-Kanäle befruchten sich gegenseitig. Ich starte mit einem Stück Content für einen Kanal – und bereite es anschließend für die anderen Kanäle auf.

So kann ich die Vorteile von mehreren Plattformen nutzen, muss aber nicht für jede Plattform immer originellen Content erstellen. Das ist meine Content-Marketing-Strategie.

Unterm Strich: Welchen Content-Kanal wirst du starten?

Du hast sicher gemerkt: Ich bin ein großer Fan von Content-Marketing.

Jeder, der online Kunden für seine Produkte gewinnen möchte, sollte eine Content-Marketing-Strategie verfolgen. Content-Marketing liefert einfach zu viele Vorteile:

  • Du wirst jeden Tag sichtbarer für genau die richtigen Kunden
  • Content-Marketing weckt Kauflaune in Unentschlossenen
  • durch Content-Marketing zementierst du dich als vertrauenswürdiger Anbieter in den Köpfen deiner Zielgruppe.

Daher sollte die Frage nicht lauten, ob du in Content-Marketing einsteigen solltest, sondern welchen Kanal am meisten Sinn für dich ergibt.

Aber eines ist glasklar: Wenn du einen Content-Marketing-Kanal aufbaust, starte schnell und sei geduldig. Es wird einige Zeit dauern, bis du Ergebnisse siehst – vielleicht sogar Jahre.

Aber irgendwann wirst du auf deinen YouTube-Kanal, Blog oder Podcast schauen und dir denken: „Zum Glück habe ich damals angefangen.“

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Tim Gelhausen

Über den Autor

Hi, ich bin Tim – Host des Conversion Copywriting Podcast und Gewinner des 2-Comma-Club-Awards.

Als Copywriter helfe ich dir durch fesselnde Werbetexte und authentisches Marketing, Kunden für deine Online-Kurse und Coachings zu gewinnen.

Ich bin der Typ, zu dem andere kommen, wenn sich ihre Produkte nicht gut genug verkaufen.

Meine Achillesferse? Ben & Jerry's. Davon komme ich einfach nicht weg.

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