118.481€ mit einem Onlinekurs-Launch: 15 Dinge, die ich gelernt habe

Von: Tim Gelhausen | Zuletzt aktualisiert: 06.11.21

Wie ich diese Worte schreibe, liegt ein 6-stelliger Launch von meinem Online-Kurs hinter mir – der Conversion Copywriting Academy.

Insgesamt bin ich auf einen Netto-Umsatz von 118.481,71€ gekommen. Darin enthalten sind aber noch nicht die Ratenzahlungen, die ca. weitere 10.000€ über die nächsten Monate ausmachen.

Dazu muss ich sagen:

  • Das war insgesamt mein vierter Launch.
  • Auf meiner E-Mail-Liste sind „nur“ ungefähr 3.100 Kontakte.
  • Ich habe erst vor 1,5 Jahren angefangen, mir eine Liste aufzubauen.
  • Ich habe kein mehrköpfiges Team.
  • Ich betreibe keinerlei Social Media.
  • Ich habe kein großes Following.

Du siehst also, dass du weder Instagram-Sternchen noch YouTube-Ikone sein musst, um 6-stellige Launches hinzulegen. In diesem Artikel möchte ich 15 Dinge mit dir teilen, die ich nach meinem bisher umsatzstärksten und entspanntesten Launch gelernt habe.


INHALTSVERZEICHNIS
No headings found

1. Planung ist die halbe Miete

Ein Launch kann stressig sein. E-Mails, Facebook Ads, Landingpages, Kursinhalte – alles muss aufeinander abgestimmt sein. Es gibt viele potenzielle Fehlerquellen, die du auf dem Schirm haben musst.

Um der Überwältigung Herr zu werden, zeichne ich mir den Launch grafisch auf. Das gibt mir Struktur und Klarheit. Siehe hier:

Online-Kurs Launch Map mit Whimsical

Ich weiß: Schwer zu lesen. Aber es geht auch nur um das Prinzip. Ich zeichne mir mit einem Tool wie Whimsical auf, wie der Funnel aus der Vogelperspektive aussieht.

Dann notiere ich mir, wann ich was tun muss und welcher Schritt vom Funnel mit Anzeigen oder E-Mails betreut werden muss.

So wird der Launch greifbar. Und das gibt mir Klarheit.

Es ist auch viel einfacher, jemand anderen, etwa einen Assistenten, mit ins Boot zu holen, wenn er diese grafische Aufbereitung sieht. Die Struktur von so einem Launch wird so ersichtlich.

Das ist meine erste Geheimwaffe. Meine zweite nenne ich „Launch-Kalender“ (ich bin aber auch kreativ!) Der Launch-Kalender ist nur ein Google Docs Dokument mit einer Tabelle, das quer angelegt ist. So sieht meiner aus:

Dieser ist tageweise organisiert. Ich schreibe mir in diesem Kalender, was ich an welchem Tag tun muss. E-Mails sind grün, Facebook Ads blau, wichtige Daten rot und Anmerkungen gelb.

Da ich mit einer 3-teiligen-Videoreihe gelaunched habe, notiere ich mir zuerst die Daten in den Kalender, zu denen die Videos erscheinen. Dann den Tag, an dem man den Kurs kaufen kann. Das sind die wichtigsten Daten, um die herum ich meine Anzeigen, Newsletter und dergleichen plane.

Seitdem ich diese beiden Tools verwende – die grafische Übersicht und den Launch-Kalender –, sind meine Launches viel entspannter. Ich habe das Gefühl, dass alles nach Plan verläuft. Und so soll es auch sein.

2. Erstelle eine Warteliste für dein Produkt

Wenn du dir den Screenshot von meinem Umsatz anschaust, siehst du, dass die ersten beiden Tage meine umsatzstärksten Tage waren.

Warum?

Weil ich im Vorfeld eine Warteliste erstellt habe, auf die man sich eintragen konnte. Alle Personen auf der Warteliste haben einen kleinen Bonus bekommen und konnten schon 2 Tage vor offiziellem Launch meiner Academy beitreten.

Schreibe den Personen auf der Warteliste regelmäßig und gib ihnen das Gefühl, dass sie ein VIP sind. Teile behind-the-scenes Eindrücke, schicke ihnen eine Umfrage und biete einen kleinen Bonus an, wenn sie investieren.

So machst du deine Warteliste richtig heiß, wenn es dann soweit ist.

3. Protokolliere deinen Launch

Wenn du nur ein Learning aus diesem Artikel mitnimmst, dann dieses.

Wenn du zum wiederholten Male launchst, wird es unweigerlich dazu kommen, dass du vergisst, wie du beim letzten Mal beispielsweise deine E-Mail-Serie aufgesetzt hast.

„Oh, wie war das noch gleich? Schicke ich diese E-Mail an alle Personen auf meiner Liste? Oder nur an ein Segment?“

„Ehm, wie war das noch gleich mit den Facebook Ads? Habe ich ein manuelles Gebot verwendet?“

Und so verbringt man viel Zeit, in alten Kampagnen zu stöbern, um herauszufinden, wie man seine E-Mails terminieren oder Facebook Ads schalten muss.

Jeder Launch ist ein bisschen anders, aber die grobe Struktur bleibt immer gleich. Deshalb habe ich nach meinem zweiten Launch angefangen, mir die Strategie aufzuschreiben, sodass ich mich beim nächsten Mal nicht frage, wie ich das beim letzten Mal gemacht habe.

Und Halleluja – was bin ich froh, dass ich das getan habe. Ich war mir so dankbar, dass ich einfach in meine Aufzeichnungen schauen konnte und sofort Klarheit hatte. Ein Launch ist ein großes Unterfangen. Es ist unmöglich, alles in seinem Kopf zu behalten.

Einerseits habe ich mir die Strategie aufgeschrieben, andererseits Loom-Videos aufgenommen, in denen ich mir selbst erkläre, wie meine E-Mail- oder Facebook-Ads-Strategie aufgebaut ist. Ich führe mich durch die Kampagnen und begründe alle Entscheidungen im Video.

Was. Eine. Zeitersparnis.

Das ist in dem Moment zwar nervig aufzunehmen, aber wenn du dann beim nächsten Launch einfach das Video anschauen kannst und genau weißt, was zu tun ist, sparst du dir das Zehnfache an Zeit.

Es gibt noch einen Vorteil: Diese Videos kannst du Assistenten oder Mitarbeitern zeigen. Ich hatte beispielsweise jemanden beauftragt, Bilder für meine Facebook Ads zu erstellen. Für einen Launch brauchst du aber spezielle Arten von Bildern.

Ich schickte ihm mein Loom-Video, in dem ich meine gesamte Facebook Strategie für den Launch protokolliert hatte. Dort hatte ich auch meine alten Facebook Ads gezeigt. Und so hatte mein virtueller Assistent sofort begriffen, welche Art von Anzeigenbildern ich brauche.

4. Niemals mit Listbuilding aufhören

Keine neue Reichweite aufbauen.

Das ist wohl der größte Fehler beim Launchen, der dir das Genick brechen könnte. Wenn du zwischen den Launches keine neue Reichweite generierst (sprich: keine neuen Kontakte auf deine E-Mail-Liste holst), schrumpft der Pool an potenziellen Kunden immer weiter.

Irgendwann hat jeder eine Entscheidung getroffen. Entweder, die Person hat schon gekauft oder hat kein Interesse.

Was das für dich heißt?

Baue deine Liste zwischen den Launches immer weiter auf. Das ist deine Priorität #1. Wenn du kein neues Publikum auf dich aufmerksam machst, gehen dir irgendwann die potenziellen Käufer aus.

Also lehn’ dich nach einem erfolgreichen Launch nicht zu lange zurück. Erstelle weiter Content, schalte weiter Anzeigen – tue irgendwas, damit deine Liste weiter wächst. Sonst droht dein nächster Launch ein Flop zu werden.

5. Sende mehr E-Mails als dir genehm ist

Das sind die E-Mails, die ich während meines Launches gesendet habe:

Nur eine davon ist keine Launch-E-Mail. Insgesamt habe ich also 14 E-Mails über 7 Tage geschickt. Am letzten Tag sende ich sogar 3 E-Mails.

Vielleicht denkst du jetzt: „Das ist doch viel zu viel. Du nervst die Menschen doch. So tragen sich alle aus.“

Kann ich gut nachvollziehen. Das war früher auch mein Gedankengang. Dazu muss ich sagen:

  • Jede E-Mail enthielt einen Link, mittels dessen man sich von der Launch-Kampagne austragen konnte. So blieben die Kontakte auf der E-Mail-Liste, aber erhielten keine Mails zum Kurs.
  • Ein Launch ist der falsche Zeitpunkt, schüchtern zu sein.

Ja, Menschen werden sich aus deiner Liste austragen, wenn du viele Verkaufs-E-Mails schreibst. Das ist logisch. Aber jetzt ist Launch. Jetzt ist die Zeit, Geld mit deinem Produkt zu verdienen – nicht, sich um die Austragerate deiner E-Mails Gedanken zu machen.

Es gibt immer Menschen, die deinen Launch nicht mitbekommen. Die selbst die 3 E-Mails am letzten Tag nicht sehen und sich reuevoll am nächsten Tag melden, an dem die Türen geschlossen sind. Und dann ist es zu spät.

Je mehr E-Mails du sendest, desto mehr Umsatz machst du im Launch.

Ich rate dir dringend, mindestens eine E-Mail pro Tag zu senden. An den letzten beiden Tagen gerne 2 pro Tag, wenn nicht gar 3.

6. Erstelle eine Umfrage für deine Liste

Ich liebe Umfragen.

Warum?

Aus 3 Gründen:

  1. Sie liefern dir wertvolle Einsichten in die Gedanken deiner Zielgruppe, die deine Werbetexte befeuern.
  2. Anhand der Antworten kannst du dein Produkt verbessern.
  3. Eine Umfrage involviert die Zielgruppe in den Launch-Prozess.

Kennst du das Ikea-Phänomen?

Das besagt, dass wir stolz auf das Möbelstück sind, wenn wir es selbst zusammengebaut haben – wenn wir uns aktiv am Prozess beteiligen, also involviert sind.

So ist es auch, wenn deine E-Mail-Liste eine Umfrage zu deinem Produkt ausfüllt, das du launchen möchtest. Zu einem gewissen Grad signalisieren sie dadurch, dass sie Interesse haben und sie bauen es auch mit auf. So steigt das Kaufinteresse.

Daher arbeite ich immer mit einer Umfrage, die ich ca. 2 Monate vor Launch an meine Liste sende. Typische Fragen lauten:

  • Was ist deine größte Herausforderung beim Werbetexten?
  • Was ist deine Motivation, bessere Werbetexte zu schreiben?
  • Angenommen, du nimmst an meinem Copywriting-Kurs teil. Was erhoffst du dir von dem Programm?

Bei mir sind die Fragen natürlich auf das Werbetexten gemünzt. Das musst du entsprechend anpassen.

7. Optimiere, was gut funktioniert – statt das Rad neu zu erfinden

Wenn du ein bisschen wie die meisten mit einem Online-Business bist, hast du ständig den Drang, etwas neues zu tun.

“Vielleicht versuche ich ja mal ein Webinar, statt einer Videoreihe!“
“Irgendwie gefallen mir die Videos nicht mehr. Ich sollte alle neu aufnehmen!“
“Ich sollte die komplette Landingpage über Bord werfen. Ich habe eine viel bessere Idee für eine neue!“

Falls dir auch solche Gedanken kommen, sei beruhigt. Das ist ganz normal.

Leider.

Auch ich muss mich regelmäßig dagegen wehren, obwohl es keinen Grund für etwas neues gibt. Denn wenn ich mir meine vergangenen Launches anschaue, stelle ich fest:

Ich habe 3 Mal gelaunched. Immer mit derselben Methode. Jedes Mal hat es extrem gut funktioniert.

Warum zum Geier sollte ich also etwas neues testen, wenn ich das, was gut funktioniert, optimieren könnte?

Und genau das ist mein Ratschlag an dich: Wenn du etwas gefunden hast, das grundsätzlich funktioniert, dann optimiere es. In der Optimierung liegt das Geld.

Du lernst bei jedem Launch dazu. Auch nach dem Zehnten. Du kannst jeden Launch besser machen, als den Letzten. Aber nur, wenn du nicht ständig deine gesamte Strategie über Bord wirfst.

If it ain’t broke, don’t fix it.

8. Häng dich verdammt noch mal rein

Wenn du launchst, dann gib 110%. Irgendwie so ein bisschen nebenbei launchen funktioniert nicht.

Wieso ich das erwähne?

Wenn ich Launches anderer Personen beobachte, merkt man, dass sie sich nicht reinhängen. Es werden sporadisch E-Mails geschrieben, sie machen kaum Werbung auf ihren Plattformen und sind nicht bereit, die Extrameile zu gehen.

Der Launch ist ein großer Tag – besser gesagt: eine große Woche. Hier entscheidet sich alles. Auf der Zielgraden aufzugeben ist so, als würdest du dich für eine wichtige Abschlussprüfung nicht vorbereiten.

Also mach jeden Tag Werbung für dein Produkt. Schreib mehr E-Mails. Geh live auf Social Media. Beantworte Fragen in deinem E-Mail-Postfach persönlich. Hake bei Menschen nach, die kurz vor dem Kauf stehen.

Hier ist ein Beispiel: Bei meinem zweiten Launch hatte ich einen Pixel von meinem E-Mail-Tool KlickTipp auf meiner Verkaufsseite eingebettet, sodass ich sehen konnte, wer diese Seite besucht hat.

So hatte ich eine Liste von Menschen, die scheinbar Interesse an dem Produkt haben. Ich habe diesen Personen händisch ein personalisiertes Video geschickt und angeboten, mir Fragen zum Kurs zu stellen.

War das viel Arbeit? Und wie.
Werde ich das jeden Launch machen? Nein.
Ist das skalierbar? Nope.

Gemacht habe ich es trotzdem, weil ich diesen Launch zu einem Kracher machen wollte. Du kannst nicht erwarten, dass du dein Umsatzziel erreichst, wenn du nicht die Extrameile gehst.

9. Greife auf Bestehendes zurück

Dein erster Launch ist anstrengend. Alle weiteren sollten viel entspannter sein, sofern du nicht etwas verrücktes, neues machst.

Warum?

Weil du deine Inhalte recyceln kannst. Damit meine ich:

  • Deine E-Mails
  • Deine Facebook Ads
  • Deine Salespage
  • Dein Webinar (oder womit auch immer du launchst).

All das sind Assets, auf die du beim nächsten Launch zurückgreifen kannst. Du musst nicht jedes Mal neue E-Mails schreiben. Theoretisch kannst du die alten leicht anpassen und noch mal verwenden.

Glaub mir: So gut wie Niemand auf deiner Liste merkt das. Und selbst, wenn: so what?

Wenn du jedes Mal neue Inhalte für deinen Launch erstellst, wird dich der Zeitaufwand überwältigen. Findest du etwas, das funktioniert, dann nutze es immer und immer wieder.

Ich persönlich ändere beispielsweise meine E-Mails immer nur leicht ab, sodass sie sich aktuell anfühlen. Aber ich greife auf das zurück, was ich schon habe. Warum auch nicht, wenn es gut funktioniert hat?

10. Erstelle ein geniales Angebot

Unter Werbetextern sagt man gerne “Never assume readership.“

Soll heißen, dass du niemals davon ausgehen darfst, dass deine Texte schon gelesen werden. Auch, wenn du deine Texte super findest: Gehe niemals davon aus, dass deine Zielgruppe sie einfach so lesen wird.

Worauf ich hinauswill?

Du musst dich jedes Mal neu bemühen, deinen Lesern deine Texte schmackhaft zu machen. Du musst sie bewerben, vermarkten und Lust auf die Texte machen.

Dasselbe gilt für deinen Online-Kurs.

Gehe niemals davon aus, dass deine Kunden den schon kaufen werden. Auch, wenn du deinen Kurs super findest. Auch, wenn du viel Zeit investiert hast und weißt, wie hilfreich die Inhalte sind. Auch dann nicht, wenn du ein großes Following hast.

Denn die Realität ist: Der Markt ist in fast allen Nischen übersättigt. Deine Kunden haben Optionen. Es wird immer schwieriger, sich Gehör zu verschaffen.

Deshalb musst du ein geniales Angebot zusammenstellen, das deine Konkurrenz nicht liefern kann. Das bedeutet: Boni erstellen, eine Garantie anbieten, eine Community bereitstellen und vieles mehr.

Wenn ich launche, biete ich neben meinem Kurs beispielsweise folgende Boni für meine Kunden an:

  • Coachannel 60 Tage Premium Trial
  • Q&A-Calls mit mir in Zoom
  • Die Möglichkeit, Feedback auf Texte von mir zu erhalten
  • Alle zukünftigen Updates des Kurses gratis
  • Eine bedingungslose 30-Tage-Geld-Zurück-Garantie
  • Eine geschlossene Facebook-Gruppe für alle Mitglieder.

Ich hole aus meinem Angebot raus, was geht. Ich packe Boni drauf. Lasse meine Kontakte spielen. Biete aktiven Support an.

Ein richtig gutes Angebot kann deine Conversions schnell mal verdoppeln. Wenn du bei deinen Launches nur deinen Kurs oder dein Produkt anbietest, hast du noch gewaltiges Optimierungspotenzial.

11. Eine lange Aufwärmphase (Pre-Launch)

Nach dem Launch ist vor dem Launch – so sehe ich das.

Wenn du einen erfolgreichen Launch abgeschlossen hast, startet quasi direkt die neue Aufwärmphase für den nächsten. Das bedeutet:

  • Bleibe ständig in Kontakt mit deiner Zielgruppe
  • Schreibe regelmäßig Newsletter
  • Erwähne immer wieder, wie wichtig dein Thema ist
  • Gib kleine Einblicke in die Produktentwicklung.

Du kannst gar nicht früh genug damit anfangen, deine Zielgruppe wieder auf den nächsten Launch heiß zu machen. Es sollte ständig im Kopfe der Zielgruppe präsent sein, dass du ein geniales Angebot für sie hast, das du nur wenige Tage im Jahr zum Verkauf anbietest.

Wenn du erst einen Monat vor Launch damit anfängst, ist es zu spät. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, die Pre-Launch-Phase (also die Aufwärmphase) über einen längeren Zeitraum zu strecken.

Schon 3 Monate vor meinem großen Launch fange ich damit an, das Produkt in Newslettern zu erwähnen. Ich weise auf die Warteliste hin. Kommuniziere die Vorteile des Produktes.

So setze ich schon früh kleine Samen, damit sie genug Zeit haben, zu prächtigen Bäumen heranzuwachsen.

12. Starte simpel, werde fortgeschritten

Bei meinem ersten Launch ging vieles drunter und drüber.

Ich hatte mir keine ausgeklügelte E-Mail-Strategie überlegt, sondern einfach meine gesamte E-Mail-Liste bespielt. Auf meiner Verkaufsseite und in meinen Kursmaterialien waren Rechtschreibfehler. Ich hatte keine teure Software für meine Countdown-Timer.

Und das war auch gut so. Es gibt hunderte Apps und Tools, die du nutzen kannst, um deinen Launch zu optimieren. Für meinen ersten Launch war das aber nicht wichtig. Ich musste keinen hochoptimierten, perfekten Launch abliefern, sondern einen, der gut genug war.

Auf der einen Seite lautet mein Learning also: Starte simpel.

Auf der anderen Seite möchte ich dich aber ermutigen, deine nächsten Launches immer weiter zu optimieren – etwa durch neue Tools.

Ich habe bei meinem 118.481,71€-Launch etwa AddEvent.com genutzt. Ein Tool, mittels dessen deine Teilnehmer wichtige Daten in ihren Kalender übertragen können.

Beispiel: Du planst ein Webinar für den 17. November. Mit AddEvent können sich deine Teilnehmer mit einem Klick den 17. November im Kalender markieren lassen, sodass sie an dein Webinar erinnert werden. In dem Kalendereintrag für deine Teilnehmer kannst du automatisch den Link zum Webinar hinterlegen.

So erscheinen viel mehr Menschen zu deinem Webinar.

AddEvent kannst du etwa auf deinen Landingpages einbetten. Siehe hier:

Online Kurs Launch AddEvent

Deine Kunden können ihren Kalender auswählen und der Termin wird automatisch eingetragen.

Genial.

Scheue dich nicht davor, fortgeschrittene Tools und Apps zu verwenden, wenn du zum wiederholten Male launchst. Durch Tools wie AddEvent kannst du noch einiges rausholen.

13. Suche dir Unterstützung

Eine Beschwerde, die du immer wieder über das Launchen hörst, ist folgende:

“Ich habe mich irgendwann nur noch von Launch zu Launch gehangelt. Das war zwar super profitabel, aber auch stressig. Davor und danach ist man immer platt.“

Und das kann ich verstehen. Ein Launch ist stressig, wenn du alles alleine machst.

Aber das musst du nicht. Es gibt Dienstleister, die dir genau dabei helfen: Sie sind spezialisiert darauf, dir bei deinem Launch unter die Arme zu greifen. Sie behalten alle wichtigen Daten im Blick, übernehmen die Technik und sind quasi dein Launch-Buddy, sodass du nicht alles allein machen musst.

Ich wollte mir für diesen Launch auch einen solchen Manager mit ins Boot holen, war aber leider zu spät dran – trotzdem hatte ich Hilfe.

Ich habe mich regelmäßig mit meinen virtuellen Assistenten in Zoom gesetzt und den Launch besprochen. Dabei habe ich Aufgaben verteilt, wie etwa die Videos schneiden, den Kursbereich vorbereiten oder die Bilder für Facebook Anzeigen erstellen.

Das hat mir viel Arbeit abgenommen, sodass ich weniger gestresst war, als bei vorherigen Launches.

Dieser Ratschlag geht Hand in Hand mit Punkt 3 aus diesem Artikel: Protokolliere deinen Launch. Wenn sich deine Assistenten oder Mitarbeiter einfach durchlesen können, wie der letzte Launch ablief und was, wann und wie getan werden muss, sind sie schnell auf Flughöhe. Dann können sie dich auch entlasten.

Für mich steht fest: Ich launche nie wieder allein. Nur noch im Team. Und beim nächsten Mal hole ich mir sogar noch einen externen Dienstleister ins Boot, der sich nur um Launches kümmert.

14. Nutze ein Projektmanagement-Tool

Das ist ein dickes, fettes Learning, das ich zu 100% für meinen nächsten Launch beherzigen werde.

Wie ich sagte, hatte ich mit Assistenten zusammengearbeitet, die mir beim Launch unter die Arme griffen. Ich habe in Slack mit ihnen kommuniziert und per Text Aufgaben verteilt. Das war zwar okay, aber ein Projektmanagement-Tool wie Asana oder Trello hätte vieles einfacher gemacht.

Warum?

Ich wusste nie so wirklich, wie der Stand der Dinge war. Hat Person X noch auf dem Schirm, dass Aufgabe Y bis Zeitpunkt Z fertig sein muss? Arbeitet sie gerade daran?

Auch fehlte ein wenig der Überblick. Wenn ich nur mich selbst managen muss, ist das kein Problem. Aber sobald andere Personen dabei sind, wird es schnell unübersichtlich.

Für mich steht fest: Das nächste Mal nutze ich ein Projektmanangement-Tool für meinen Launch. Das macht vieles einfacher.

15. Entscheidend ist, was zwischen deinen Launches passiert

Hier ist ein Rezept für einen Launch, der garantiert den Bach runtergeht:

Du wartest bis einen Monat vor Launchzeitpunkt, ehe du dich wieder bei deiner Zielgruppe blicken lässt. Wenn du dich nur meldest, wenn du etwas zu verkaufen hast, schwindet die Kauflust deiner Kunden schneller als die Umfragewerte der CDU.

Zwischen deinen Launches spielt die Musik.

Jetzt ist die Zeit, wertvollen Content zu erstellen. Die Reichweite zu vergrößern. Testimonials einzusammeln. Starte einen YouTube-Channel, Podcast – irgendwas.

Warum?

Die Kaufentscheidung wird selten auf der Verkaufsseite gefällt. Auch nicht im Webinar.

Viele deiner Kunden haben innerlich schon Monate bevor es deinen Kurs zu erwerben gibt, gekauft. Sie warten nur noch darauf, dass du die Türen öffnest. Aber nur, wenn du auch zwischen deinen Launches wertvollen Content erstellst, regelmäßige Newsletter schreibst und in ihrem Gedächtnis bleibst.

Es ist der Content zwischen deinen Launches, der Vertrauen weckt und Kaufinteresse schürt.

Abschließende Worte

Mit 118.481,71€ Netto-Umsatz war das mein größter Launch, aus dem ich eine Menge gelernt habe.

Wie ist es mit dir? Was sind deine größten Launch-Learnings? Habe ich irgendwas vergessen?

Tim Gelhausen

Über den Autor

Hi, ich bin Tim – Host des Conversion Copywriting Podcast und Gewinner des 2-Comma-Club-Awards. Als Copywriter helfe ich dir durch fesselnde Werbetexte und authentisches Marketing, Kunden für deine Online-Kurse und Coachings zu gewinnen. Ich bin der Typ, zu dem andere kommen, wenn sich ihre Produkte nicht gut genug verkaufen. Meine Achillesferse? Ben & Jerry's. Davon komme ich einfach nicht weg.

Was denkst du darüber? Hinterlasse einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit markiert.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Keine Zeit oder Ideen für deinen Newsletter?

Mit diesen 11 "E-Mail-Rezepten" schreibst du spannende Newsletter in unter 10 Minuten.